Gesellschaft


2010

Eine neue Welt verstehen!

Wünschen Sie sich nicht auch einmal, in einer neuen friedlichen und vernünftigen Welt zu leben? Sind wir aber bereit für eine neue Welt? Nein. 

Wieso nicht? Weil wir alle gut erzogen sind. 

Das verstehen Sie nicht? 

Na, dann will ich ihnen einmal an einem ganz einfachen und simplen Beispiel erläutern, wie sehr Sie sich weigern würden, eine neue Welt zu verstehen. Ich werde Sie mit diesem Beispiel sogar provozieren. Sie werden es nicht einsehen und sich mit Händen und Füßen wehren. Sie werden das von mir beschriebene Beispiel nicht akzeptieren. Wenn sie aber so dagegen sind, sind Sie auch nicht fähig, eine neue Welt zu verstehen. 

Ist es nicht schön, dass wir alle gut erzogen sind? Aber was ist „Erziehung? Um eine neue Welt zu verstehen müssten wir im Denken frei sein. Wir sind aber alle Erzogen; jeder in seiner Kultur. Man hat uns von Kindheit an geformt. Wir haben es nicht bemerkt, weil wir Kinder waren. 

Nehmen wir einmal an, Sie treffen mich bei einer größeren Veranstaltung. Nehmen wir einmal an, bei einer Hochzeit. Sie kennen mich kaum oder gar nicht. Nun wird das Essen aufgetischt. Ihnen fällt sofort auf, dass ich die Gabel in der rechten Hand halte und das Messer links. Das ist so, weil ich mir von einem Knigge nicht vorschreiben lasse, wie ich zu essen habe. Nun fragen Sie ihren Nachbarn, der mich kennt, ob ich vielleicht ein „nicht umgeschulter Linkshänder“ bin. Sie bekommen die Antwort, dass ich Rechtshänder bin, aber immer so esse. Nun sind Sie der Ansicht, dass ich kein Benehmen habe und schütteln ungläubig den Kopf. Am liebsten würden Sie mich fragen, ob ich keine Manieren habe. 

Ich esse so, weil ich es doof finde, wenn ich ein Nudelgericht oder eine Suppe mit rechts esse, und sobald ich ein Messer benutze, die Gabel wechseln soll. Wem das nicht gefällt, der ....

Na ja. Wir sind eben gut erzogen, gell? Sie wehren sich nun. Ist doch klar. Ich stoße ständig auf Ablehnung. Ich erwarte ja nicht, dass man mich versteht. Ich kann mich gut benehmen, auch ohne den Knigge auswendig zu können. Meist sind mir die Leute, die so sehr Wert auf Etikette legen, mächtig unsympathisch. Sie halten sich streng an die Etikette, und sind sonst im Leben oft nicht zu ertragen. 

Wir sind erzogen. Darum denken Sie jetzt, dass ich es einfach nicht verstanden habe, warum man die Gabel links und das Messer rechts halten muss. Ich fragte oft mein Gegenüber, warum das so ist. Die absolut geniale Antwort lautet meist: „Weil es anders eben falsch ist“. Oder, weil man anders eben, beim Schneiden, mit seinem Tischnachbarn mit den Armen anstößt. Glauben Sie mir! Ich esse schon immer so, und habe noch nie meinen Tischnachbarn berührt.

Wir sind erzogen. Man hat uns gesagt, dass wir uns Taufen lassen müssen; weil wir anders nicht in den Himmel kommen. Man hat uns gesagt, dass andere Religionen falsch sind. Wir glauben einer bestimmten Religion anzugehören, weil irgendwann, als wir noch Kinder waren, irgend ein religiöser Mann das so in sein religiöses Buch geschrieben hat. Wir sind das, was wir fühlen und zu was wir uns bekennen; nicht mehr und nicht weniger. Ich kann Kirchensteuer bezahlen und in meinem Herzen trotzdem ein Buddhist sein. 
Wir sind programmiert. Wir sind von programmierten Menschen programmiert worden. Diese Menschen haben aber selbst nie bemerkt, dass sie programmiert wurden. Ein feiner Kerl zu sein, aber trotzdem den Knigge, Knigge sein lassen, das geht offenbar, in unserer falschen verlogenen Gesellschaft, nicht. 

Ich wünsche mir eine Gesellschaft mit weniger Knigge, aber mehr Ehrlichkeit. 

Würden Sie wirklich „Eden 2610“ verstehen und akzeptieren? Es hat lange gedauert, bis ich bemerkt habe, dass ich programmiert wurde. Es hat auch lange gedauert, bis ich mich davon befreien konnte. 

Das Beispiel mit Messer und Gabel ist nur eines von vielen antrainierten Zwängen, die wir für richtig halten. Einen Anzug mit Krawatte tragen zu müssen, ist auch so ein „Gesellschaftlicher Zwang“. Am schlimmsten sind die Zwänge die nicht im Knigge, sondern „angeblich“ von dem „Herrn im Himmel“ befohlen wurden. Dann gibt es noch unsere eigenen Zwänge. Mein Haus, mein Auto, mein Pferd, meine Uhr. Mit der Mode gehen müssen, weil man sonst nicht "IN" ist. 

Man möchte am liebsten ein paar Leuten an den Hinterkopf hauen und schreien: "Aufwachen!"

In eine neue Welt gelangt man nur mit Weisheit. Dazu muss man sich aber von seiner Programmierung befreien. Wir werden täglich manipuliert. Die meisten Menschen bemerken das aber nicht. Sie werden manipuliert und programmiert von Kindheit an. Einige Menschen haben es schon gelernt. Andere Menschen werden es noch lernen. Und viele Menschen lernen es vermutlich nie. Leider. 


Die falschen Götter

Es liegt in unserer Natur nach Schönheit, Glück, Wohlstand und Anerkennung zu suchen. Doch je mehr man sich leisten kann, um so weniger macht es Freude wenn man sich etwas leistet. Um scheinbar glücklich zu sein laufen wir oftmals den falschen Göttern nach. Doch das wahre Glück auf Erden empfindet man erst dann, wenn man anderen Menschen etwas Gutes getan hat. Ja, man kann versuchen sich selbst eine Freude zu machen. Man kann warten bis Andere uns eine Freude machen. Aber empfinden wir dann wirklich Glück? Wie viele Brillanten muss ein Millionär seiner verwöhnten Gattin schenken, um ein wirkliches Glücksgefühl in ihr zu wecken. Nun stelle man sich einmal vor, diese verwöhnte Millionärsgattin würde einem kleinen Kind zufällig das Leben retten. Das Glücksgefühl, das sie dann empfindet, könnte ihr Mann mit seinem ganzen Geld nicht erkaufen. Menschen würden sie bewundern. Sie würden applaudieren. Die reiche Gattin würde im Mittelpunkt stehen. Und sie würde in die dankbaren Augen eines kleinen Kindes blicken, dessen Blick ihr Herz unerlässlich erfreut.

Das wahre Glück liegt nicht in materiellen Dingen. Natürlich sind wir froh, wenn es uns gut geht. Aber reicht uns das denn wirklich. Wer kennt nicht das Märchen vom Fischer und seiner Frau? 

"Manntje, Manntje, Timpe Te,
Buttje, Buttje in der See,
mine Fru, de Ilsebill,
will nich so, as ik wol will." 

Viele Menschen wollen besser sein als andere. Das ist ja auch nicht schlecht, denn schließlich treibt uns das nur voran. Das wäre also gut, wenn nicht eine gewisse Schadenfreude wäre, die uns über „unterlegenere Mitmenschen“ triumphieren ließe. (Mein Haus, mein Auto, mein Pferd). Wir versuchen unseren Mitmenschen mit den neusten Handys, schicken Autos, großen Häusern und weite Urlaubsreisen, zu demonstrieren, dass wir Sieger sind die sich in dieser Welt keine Sorgen machen müssen. Alle anderen Menschen werden als Verlierer betrachtet. Da niemand zu dieser Menschengruppe gehören will, machen wir alle schön dieses Spiel mit. Und niemand bemerkt, wie der Abhang immer näher kommt.

Aber die übrigen Menschen, die nicht durch die Plagen umgekommen waren, wandten sich nicht ab von den Machwerken ihrer Hände: Sie hörten nicht auf, sich niederzuwerfen vor ihren Dämonen, vor ihren Götzen aus Gold, Silber, Erz, Stein und Holz, den Götzen, die weder sehen, noch hören, noch gehen können.
Die Offenbahrung des Johannes 9:20

Man kann diese Worte lesen; sie zu verstehen ist eine andere Sache. Die Werte unseres Lebens sind oft nur noch Karriere, Lust, Macht und Bewunderungssucht. Oftmals leben Menschen, ohne viel nachzudenken, nur so in den Tag hinein und wieder hinaus.

Der Tag beginnt oft mit lautem Gedudel aus dem Radio. Es geht weiter mit der Stressigen Fahrt zur Arbeit. Dort hat man keine Zeit nachzudenken über Gott und die Welt. Auch der Feierabend wird mit Ablenkung verbracht. Bloß keine Langeweile aufkommen lassen. Man könnte ja mal für einen Augenblick zum Nachdenken kommen. Abends ist das Fernsehen an. Sendungen auf tiefstem Niveau vertreiben uns oft die Zeit und hindern uns wieder am Relaxen. Andere hingegen sind im Internet und vertreiben sich die Zeit mit Rechthaben und Rechtbehalten. Dann gibt es noch die Spielsüchtigen. 

So verliert der Mensch immer mehr das Gefühl des inneren Friedens. Er wird gehetzt und lässt sich hetzen von der Triebfeder unserer rastlosen Zeit.

Aber, ist die Zeit wirklich so rastlos? Laufen wir nicht vielmehr vor der Langeweile, und somit vor dem Nachdenken über sich selbst, davon? Warum hat man Angst vor der Langeweile? Warum greift man im Wartezimmer des Arztes nach dem nächst besten Heft? Warum lässt man nicht zu, dass es im Leben hin und wieder ein wenig langweilig wird? Dann hat man Zeit zum Nachdenken. Man beginnt sich zu fragen was man eigendlich so den ganzen Tag treibt, und warum man das tut. 

Man müsste sich eigendlich fragen: Wem soll man imponieren in dieser Welt? Dem Müller? Dem Schulze? Dem Meier? Wer ist Müller, Meier Schulze? Was hat man davon, wenn man die Bewunderung seiner Mitmenschen anstrebt, die man nie bekommen wird. Was man erntet ist nur Neid und Missgunst. Also, was sind das für  Werte, für die wir leben? Das einzige was man mitnimmt, wenn man einmal stirbt, ist die Seele. Was ist also wichtiger im Leben? Das Haus, das Auto, das Pferd? Es sind die falschen Götter, die wir suchen. Es sind die falschen Wege, die wir gehen. 

Im Leben haben die Menschen die unterschiedlichsten Ziele. Einige Menschen wollen die Mitmenschen ausrotten, die religiös anderer Meinung sind. Andere streben Macht und Reichtum an. Wieder andere wollen bewundert werden. Manche wollen auch alles in einem. 

Weise Menschen hingegen suchen andere Werte im Leben. 

Die Führer und das Herdentier

Die Lebewesen unserer Erde leben und unterteilen sich meist in Gemeinschaften wie Herden, Banden, Völker, Rassen, religiösen Gemeinschaften usw. Seit Urzeiten hat sich daran nichts geändert. Die Tiere können sich nicht weiter entwickeln. Sie werden wohl immer so leben. Aber wieso kann sich der Mensch nicht weiterentwickeln? Es gibt religiöse Unterschiede, Rassenunterschiede, Klassenunterschiede; seit der Mensch denkt hat er Unterschiede entdeckt. Der Mensch unterteilt sich (oder wird unterteilt) in Herkunft, Religion, Glauben, Hautfarbe, Aussehen, Interessen, Meinungen, Bildung.
Und überall gibt es einen der führt. Die Menschen lassen sich führen, überzeugen, anstacheln, revolutionieren, fanatisieren. Sie verlernen dabei schnell, das selbstständige Denken. Man beobachtet es überall. 
Wenn zwanzig Menschen, die sich nicht kennen, aufgefordert werden sich in einer großen Firma zu melden, weil sie dort Arbeit finden können, denkt jeder von ihnen noch so lange selbstständig, bis sie sich in einer Gruppe zusammen gefunden haben. Findet diese Zusammenkunft statt, ist man erst mal erleichtert; bis hier hin hat man es geschafft. Wenn man jetzt einen Fehler macht, macht man ihn nicht mehr alleine. Also, läuft man mit der Gruppe mit. Es wird schon richtig sein, wenn ja alle in diese Richtung laufen. Wenn man aber mal genau hinschaut, dann schaut nur einer auf den Brief mit den Anweisungen, wo man sich mit wem treffen soll. Er zeigt in eine Richtung und alle anderen laufen nach, ohne ihre Briefe selber noch einmal zu kontrollieren. Es dauert nicht lange, und auch in dieser kleinen Gruppe gibt es jemanden der führt. Wer hier nicht blind mitläuft, sondern besonnen mitdenkt, ist schon einen guten Schritt weiter in seiner Entwicklung. Doch das ist leider nicht überall so.

Es ist erstaunlich, wie sehr dieses uralte Herden-Verhalten noch in uns steckt. Wer sich jedoch nicht so verhält, ist schnell ein Außenseiter. Man wird mit Missachtung und Verachtung gestraft. In der Herde fühlt man sich sicher. Man ist nur einer von vielen. Die Eigenverantwortung schwindet. Wir nutzen den Schutz der Gemeinschaft und lassen andere für uns denken. Dafür sind die Menschen oft bereit den zu unterstützen, der sie führt und für sie denkt. Hat der Führende dann einen Fehler gemacht, kann man die Schuld besser von sich weisen. 

Das Schicksal der Menschheit ist wie eine tiefe Schlucht. Auf der einen Seite ist das Leben entstanden; es gibt keinen geistigen Fortschritt. Das "Goldene Zeitalter" liegt auf der anderen Seite. Die Menschen haben keine Brücke gebaut, sondern suchen den Weg zur Vollkommenheit durch das Tal. Einige Menschen haben zwar den Abstieg geschafft, aber sie wollen nicht mehr auf der anderen Seite aufsteigen. Statt nach Gemeinsamkeiten zu suchen, unterteilen sich viele Menschen immer weiter. Sie wissen nicht, dass das Land wo Milch und Honig fließt in uns liegt. Wir müssen uns darüber bewusst werden und es dort suchen. Auf dem Ozean des Lebens fahren viele unterschiedliche Schiffe. Vom Traumschiff bis zum kleinen Floß ist alles vorhanden. Doch statt die Probleme gemeinsam zu analysieren und zu bekämpfen, denkt man nur an das eigene Schiff; und selbst dort wird noch unterteilt. Die Menschen wandern durch die Zeit und bewegen sich nur im Kreis. Wann wird der Turm zu Babel endlich fertig? Die Menschen unterteilen sich immer weiter und gehen andere Wege. Dabei kann der Turm nur dann fertig werden, wenn die Menschen wieder gemeinsam daran bauen. Die Probleme können wir nur gemeinsam beseitigen. Seit Urzeiten arbeiten wir gegeneinander und nicht miteinander. Das Land wo Milch und Honig fließt kann nur gefunden werden wenn alle Menschen bewusst wird, dass dieses Land in uns und unserer geistigen Klarheit liegt. Das menschliche Bewusstsein ist wie ein Haus mit vielen Türen und Fenster, die jedoch, mehr oder weniger, verschlossen sind. Diese zu öffnen, und unser Bewusstsein frei zu machen für die Realität, sollte das Ziel einer fortschrittlichen Zivilisation sein. Unterteilen in unzählige Gruppen und uralte Rituale befolgen, zählt nicht zu einer offenen Denkweise. So kann man auf Dauer keine gewaltlose Welt schaffen. So kann man keine zukünftige Existenz planen. Das war schon der Untergang der Maya. Als geeintes Volk blühte ihr Leben. Als geteilte Gruppen, war das schreckliche Ende nahe. Es wird Zeit, dass das Herdentier nicht blind und ohne nachzudenken dem Leittier folgt, sondern selbst den Kopf hebt und sich umschaut in der Welt; denn es mag lange dauern bis es sie versteht. 

Wenn man Menschen in einer Gruppe vereint, um sie gemeinschaftlich in eine Richtung zu führen ist es so, als wenn man ihnen Fäustlinge über ihre Hände zieht. Sie können die Hände wärmen und man kann damit schlagen, aber auf Dauer vernünftig arbeiten kann man damit nicht. 

R. Janson

Kleider machen Leute

Unbewusst erliegen die Menschen, mehr oder weniger, der Versuchung sich Statussymbole anzueignen. Zum Beispiel Mode, Schmuck, Parfüm, Autos, Häuser, Luxus, Abzeichen, Rangabzeichen usw. Aber auch mit normaler Kleidung kann man den gesellschaftlichen Stand eines Menschen darstellen. Vorgesetzte in größeren Betrieben haben oft bessere Kleidung als Arbeiter. Das ist so, weil man den gesellschaftlichen Unterschied deutlich machen will. Der Mensch zeigt gern was er hat und was er ist, um seine Selbstbestätigung zu finden. Er braucht die Bestätigung, um zu zeigen, dass man mehr ist als der Durchschnitt.

Aber das trifft man heute überall. Menschen wollen sich darstellen. Das kann sogar beim Hobby oder im Sport sein. In vielen asiatischen Kampfsportarten binden sich die Schüler bunte Gürtel um, damit man ihren Fortschritt besser erkennen kann. Man ist auch oft getrieben vom Ehrgeiz, Meisterschaften zu gewinnen, um mit den Titeln sein Bedürfnis der Statussymbole zu befriedigen.

Aber ohne diese scheinbar primitiv menschliche Schwäche, gäbe es keinen Fortschritt. Wir werden getrieben von unserem Selbstdarstellungsbedürfnis. Das treibt uns zu höheren Leistungen. Haben wir etwas erreicht, können wir anderen beweisen, dass wir keine Verlierer sind. Wer jedoch Statussymbole braucht um existieren zu können beweist, dass er ohne diese nur ein armer Hund wäre. Sieger sind eigentlich die, die ohne „Kaisers neue Kleider“ leben und Sieger sein können.

Kleider machen Leute; das ist auch in der Politik so. Was ist aus den Grünen geworden, die anfangs mit Turnschuhen in den Plenarsaal kamen. Sie kommen heute auch in der Politik-Uniform. Wenn man dann auch noch den richtigen Gesichtsausdruck zeigt beweist man, dass man der menschlichen Veradelung des Mittelalters nicht mehr weit entfernt ist.

Aber was noch viel gefährlicher ist, ist die Macht der Uniform. Diese Macht kann die Seele eines Menschen total verändern. Das weiß man auch in der Wirtschaft. Durch unterschiedliche Kleidung und besseren Positionen, werden Arbeiter bedingungslos auf die Seite der Macht gezogen. Gib einem Menschen Macht und du wirst sehen, wer er wirklich ist! 

All dieses Streben nach Selbstdarstellung dient nur dem Imponieren. Doch wem, außer mir selbst, soll ich imponieren in dieser Welt?

Das Gesetz des Dschungels

Auf der Erde leben die unterschiedlichsten Lebewesen. Diese Lebewesen haben aber auch viele Gemeinsamkeiten. Sie kämpfen um Beute, Reviere, Weibchen, Rangfolge und um den Erhalt ihrer Art. Einige Tiere töten sogar die Nachkommen ihrer eigenen Artgenossen, um dann das Rudel mit eigenem Nachwuchs zu bereichern. Wie frei hat sich der Mensch, in den Jahrtausenden seiner Entwicklung, von solchen Handlungsweisen gemacht? Was kann man von oben genannten Verhaltensweisen ausschließen? Es gibt zweifellos viele Menschen, die sich von solch instinktiven Verhalten losgesagt haben. Aber es sollten schon alle Menschen einsichtig werden. Leider wird immer noch gekämpft, gebalzt, geprahlt und gemordet. Neid, Konkurrenzkampf, Rassenhass und Größenwahn sind Beweise dafür, dass sich nichts geändert hat. Die Kreativität der Menschen, die sich zweifellos hervorragend entwickelt, verschlimmert dieses Verhalten seit Urzeiten. Das Gesetz des Dschungels herrscht immer noch. In einem Paradies gibt es ein solches Gesetz nicht. Das Paradies wurde immer an den falschen Orten vermutet. Dabei war es so nah. Es liegt in uns selbst. Aber da, suchen leider nicht alle Menschen. Denn diese Suche könnte unangenehm sein. Dieses Opfer wäre für viele zu groß. Vielleicht, irgendwann mal.

Siegen und besiegt werden
Aktuell Nov 2007

Der Mensch ist oft ein Opfer seiner Gefühle. Eines dieser Gefühle ist der Wille zum Sieg. Siegen bedeutet jemanden zu bezwingen, jemanden niederringen, besser zu sein als andere, sich an den Leistungen anderer zu orientieren und sie zu übertrumpfen. Das Ergebnis ist ein Hochgefühl der Freude. Wer steht nicht gerne mal auf der Siegertreppe. Aber auf der Siegertreppe zu stehen heißt, jemanden zu besiegen. Niemand wird gerne besiegt, aber alle wollen siegen. In Sport und Spiel ist das nicht so schlimm wie im Alltag. Dort hört der Spaß oft auf und wird zum bitteren Ernst. Jemanden zu besiegen kann bedeuten, jemanden zu vernichten, jemanden zu ruinieren, zu unterjochen, zu unterwerfen, zunichte machen oder Fertigmachen. Auch hier ist das Ergebnis ein Hochgefühl der Freude. Unsere ganze Gesellschaft ist auf diesem System aufgebaut. Der Wille zum Sieg, besiegt nur all zu oft die Vernunft. Wir erleben es in der Politik, im Berufsleben, in der Kneipe, auf der Autobahn, auf Schulhöfen, in der Nachbarschaft, in Internetforen. Wir erleben es eigentlich fast überall. Siegen kann etwas sehr schönes sein, wenn es sich um Spiele handelt die fair ausgetragen werden. Aber es handelt sich nicht immer um Sport und Spiel. Sich an den Leistungen anderer zu orientieren und zu versuchen besser zu sein, kann ein wichtiger Bestandteil unserer Leistungsgesellschaft sein. Aber da werden oft Grenzen überschritten, die mit einem Hochgefühl der Freude nichts zutun haben. Es ist auch oft eine Flucht vor der eigenen Minderwertigkeit. Dann handelt es sich meist um Schadenfreude, Spott und Hohngelächter. Wenn sich im Alltag alles nur darum dreht andere zu besiegen, werden auch Grenzen überschritten die mit Vernunft nicht all zu viel zutun haben. Aber, besser zu sein als der Andere und im Rang höher sein; mehr zu sein und seinen Gefühlen Befriedigung zu beschaffen; das ist das Bestreben unserer heutigen Gesellschaft. Triumph spüren, dafür kämpft man andere nieder. Die Bestätigung der eigenen Überlegenheit und Vollkommenheit zu spüren; das ist der Wetteifer unserer Ellbogengesellschaft. Auf dieser gesellschaftlichen Grundlage kann man kein Paradies für unsere Nachwelt aufbauen. Auch in diesem Punkt müsste sich die Denkweise vieler Menschen ein wenig ändern.

Das Recht des Stärkeren
9.1999

Das Recht des Stärkeren herrscht in der Tierwelt seit Anbeginn des Lebens. Wenn ich sehe wie die Menschen heute leben muss ich leider feststellen, dass sich daran noch nicht allzu viel geändert hat. Leider kann ich in unserer Zeit immer noch die Rechtsprechung als Beispiel bringen. Wer sich viele teure Anwälte leisten kann, hat die Chance jeden kleinen Mann nieder zu prozessieren oder sich ein Recht zu erkämpfen, das mit Gerechtigkeit nicht all zu viel zu tun hat. Ein Staatsanwalt kämpft gegen einen Rechtsanwalt. Der Eine sucht Beweise für die Schuld des Angeklagten; der Andere sucht Beweise für seine Unschuld. Das Spiel kann beginnen. Der Spielball ist der Angeklagte. Ein wirklich neutrales Gremium erfahrener Juristen hat große Chancen für Gerechtigkeit zu sorgen. Das ist leider nicht immer und überall so. Dieses für und wider den Angeklagten darf es nicht mehr geben. Es gibt immer nur eine Wahrheit. Diese zu finden, sollte das Ziel eines neutralen Gremiums sein. Aber es gibt leider oftmals Wünsche und Gelüste die stärker sind als Gerechtigkeit und Wahrheit. Die vom Instinkt geleiteten Menschen, die immer irgend jemand besiegen oder übertrumpfen wollen, haben es schwer ihre tief verwurzelten Bedürfnisse und Karrierewünsche abzulegen, so dass nur noch das Herz sprechen kann. Wahrheit, Ehrlichkeit und Aufrichtigkeit kann oft bitter sein. Aber aus diesen Samen kann ein Paradies wachsen. Aber solange die Götter "Geld" und "Macht" regieren, sehe ich wenig Chancen, dass sich daran etwas ändert. Das Recht des Stärkeren ist auf der ganzen Welt etwas alltägliches. Wir wären dem Paradies ein Schritt näher, wenn wir dieses Recht des Stärkeren nicht mehr als so selbstverständlich sehen würden.

IN oder OUT?
Warum muss ich "IN" sein?
Sind wir zu feige nicht "IN" zu sein.
"IN" sein bedeutet das zu tun was anderen gefällt.
Die wiederum richten Ihren Geschmack auch nach dem "IN".
Modern sein, mit der Zeit gehen, nach diesen Regeln scheint sich unser Leben zu richten.

Es gibt Musik in meiner Heimatsprache, mit guten Texten und schöner Melodie, doch die Musik ist "OUT". Niemand der "IN" sein will hört sich diese Musik wirklich an. Statt dessen hören sie Musik mit hohlen Texten, einem schrecklich unverständlichen Englisch und nervig grausamen Rhythmen. Doch diese Musik ist "IN". Diese Musik hört man nicht für sich, sondern um anderen zu gefallen und zu imponieren. Darum müssen auch starke Lautsprecher ins Auto. Denn die Leute auf der Straße sollen ja hören das man "IN" ist. Nur wer den Mut aufbringt nicht immer "IN" zu sein und ehrlich zu sich selbst ist, kann das riesige Angebot der Musik wirklich für sich nutzen.
So ist es mit allen Dingen des Lebens. Kaufe ich mir ein Auto um anderen zu gefallen und zu imponieren, oder kaufe ich mir ein Auto das mir wirklich gefällt?
Viele Menschen merken gar nicht, dass sie sich in ihrem Inneren mit einem Widerspruch herum quälen. Sie glauben fest daran, dass sie den kleinen schnellen Sportwagen lieben. Aber wenn das Geld reicht, steht in der Garage noch ein anderes Auto. Ohne es zu wissen oder zuzugeben, haben sie ein Auto das sie lieben und eines das sie gerne zeigen. Nur wer imstande ist ehrlich zu sich selbst zu sein und das nötige Kleingeld besitzt, zeigt das Auto das er liebt auch gerne.
Überschwänglicher Luxus ist oft ein Zeichen der Schwäche. Luxus kann bedeuten, dass man sich viele Träume erfüllt hat. Aber Luxus kann auch bedeuten, dass man sich die Träume der Angeberei erfüllt hat. Und das zeigt wiederum die Charakterliche Schwäche eines Menschen. Das zeigt wie sehr sich ein Mensch nach der Bewunderung anderer Menschen sehnt. Doch wozu das? Brauche ich denn diese Bewunderung?
Ich habe Mut. Ich lebe um mir zu gefallen. Ich trage das was ich will und höre das was mir gefällt. Kritik von "IN-LEUTEN" ist mir gleichgültig.

"IN" ist, wenn man Mut hat nicht "IN" zu sein. 

Nachweltschutz


Wir haben die Erde nicht von unseren Vorfahren geerbt, wir haben sie von unseren Kindern geliehen. 
(Sitting Bull, Indianer)

Die Zeit wird kommen, wo unsere Nachkommen sich wundern, dass wir so offenbare Dinge nicht gewusst haben.
Lucius Annaeus Seneca
römischer Dichter und Philosoph (4 v. Chr - 65 n. Chr.)

 

GG Art. 20a
Der Staat schützt auch in Verantwortung für die künftigen Generationen die natürlichen Lebensgrundlagen im Rahmen der verfassungsmäßigen Ordnung durch die Gesetzgebung und nach Maßgabe von Gesetz und Recht durch die vollziehende Gewalt und die Rechtsprechung.

Wir haben eine Verpflichtung unseren Nachkommen gegenüber, diese Welt zu pflegen und zu erhalten so gut es geht. Denn diese Welt wird von Generation zu Generation weiter gegeben.

Nachweltschutz beinhaltet Umweltschutz, Naturschutz, Menschenrechte, Friedensliebe, Gewaltlosigkeit, Ethik, Humanität, Ökologie aber vor allem eine Bewusstseinsveränderung, die einer künftigen zivilisierten Rasse gerecht wird.
Einige Menschen machen eine Menge kaputt auf unserer Welt. Der Grund ist wohl der, dass sie von falschen Göttern geleitet werden. Sie nennen sich Macht, Geld und Fanatismus. Dagegen steht die Logik, die Vernunft und die Fähigkeit mit klarem Verstand zu denken. Es gibt in unserer Zeit leider sehr viele Menschen die einen ganzen Regenwald niederbrennen um an Reichtum zu kommen. Eine Nachwelt scheint es für diese Menschen nicht zu geben. Auch der Mensch war einst ein Tier. Er war wie die, die er jetzt als seelenlose Geschöpfe betrachtet. Leider handeln viele Menschen immer noch rein instinktiv. Sie schauen mit der selben Gleichgültigkeit in die Welt, mit der sie eine Sendung im Fernsehen sehen. Ihr instinktives Bewusstsein sagt ihnen nur was sie in ihrer Welt und ihrer Gegenwart tun müssen um einen Vorteil zu erlangen. Dieses instinktive Verhalten muss von logischen klaren und vernünftigen Denken ersetzt werden. Ich hoffe, dass das irgendwann einmal geschieht. Die Macht etwas zu ändern liegt nicht immer in den Händen der Weitsichtigen. Wer will wohl neue Wege gehen, wo die alten doch so schön eingefahren sind? Wenn es einmal eine bessere Welt geben wird, hat die neue Generation vielleicht keine gute Meinung von uns. Vielleicht erreichen wir das Paradies auf Erden nie; aber wenn alle mithelfen, kommen wir ihm vielleicht ein Stück näher. Wenn es nicht gelingen sollte, wissen unsere Nachkommen, dass es Menschen gab die an sie gedacht haben. Wir Menschen könnten unsere Probleme lösen, wenn wir unsere Denkweise ändern würden. Aber alte Irrtümer haben leider mehr Freunde als neu entdeckte Wahrheiten.
R. Janson