Leseprobe, Details

 Eden 2610

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Bild mit Genehmigung von Kater Mikesch www.katermikesch.de



 

  1. Der Weg ins Paradies

  2. Die Reise in die Zukunft

  3. Die Neue Welt

  4. Peters neue Freunde

  5. Das Verhör

  6. Vergangenheitsbewältigung

  7. Blick auf die Erde

  8. Heimweh

  9. Ein goldener Käfig

  10. Rückflug zur Erde

  11. Attraktion aus der Vergangenheit

  12. Urlaub in der Zukunft

  13. Der erste Test

  14. Die Einsamkeit der Berge

  15. Bilder einer neuen Zeit

  16. Besuch aus dem All

  17. Lektion eines Alien

  18. Schöne Zeit mit Karda

  19. Die gewesene Zukunft

  20. Spiel mit der Vergangenheit

  21. Das neue Zuhause

  22. Der Versuch alles zu verstehen

  23. Der gläserne Mensch

  24. Der Spiegel der Erkenntnis

  25. Flucht vor dem erwachenden Drachen

  26. Der zweite und der dritte Test

  27. Der zweite Mann aus der Vergangenheit

  28. Liebeskummer

  29. Der Himmeltest

  30. Begegnung mit dem Feind

  31. Die ersten Tausend

  32. Eine sichere Unterkunft Veraltete Ansichten

  33. Glaubensfragen Willkommen in Old-City

  34. Besuch in Feuerland

  35. Der erste Mord

  36. Die Katchinas kommen

  37. Das Raumschiff der Katchinas

  38. Die Seelenreinigung der Katchinas


Vorwort 

Seit Jahrtausenden sprechen Wissenschaftler und Philosophen von der Zeit als stetigem Fluss, der Jahr für Jahr dahinfließt. Was aber wäre, wenn man gegen den Strom schwimmen oder das weit vorausliegende Ufer erkennen könnte? Werden wir eines Tages in der Lage sein, in jeder beliebigen Richtung durch Zeit und Raum zu reisen? Wir könnten sehen, was uns in Zukunft erwartet. Aber, wäre das wirklich sinnvoll? Können wir nicht auch ohne Zeitmaschine unsere Zukunft in sichere Bahnen lenken? Die Menschheit hat sich im neunzehnten und zwanzigsten Jahrhundert viele scheinbar utopische Träume erfüllt. Im Mittelalter glaubte wohl niemand daran, dass die Menschen einmal Fluggeräte bauen werden, oder sogar auf dem Mond landen. Die Zeiten haben sich geändert. Aber nicht nur im technischen, sondern auch im geistigen Sinn haben einige Völker einen großen Schritt nach vorne gemacht. Dass die Erde keine Scheibe ist, musste man genau so akzeptieren wie die Tatsache, dass es keine Hexen gibt. Leider verhindert auch in unserer Zeit, religiöser Fanatismus eine gemeinsame rasche Weiterentwicklung unserer geistigen Reife. Vielleicht träumen viele Menschen von einer wunderschönen und friedlichen Welt. Es müsste eine Welt sein die nicht auf Lüge aufgebaut ist und in der niemand seinen Glauben mit Feuer und Schwert verbreiten will. Dass diese Träume genau so utopisch klingen wie eine Mondlandung im Mittelalter, liegt sicher an uns allen. Und doch können sie einmal Wirklichkeit werden, wenn wir wollen. Dies ist die Geschichte eines Mannes, der diese Träume verwirklichen konnte. Er war einer der wenigen Menschen, die nach langjährigem Einfrieren in ferner Zukunft, wieder belebt werden konnte. Er folgte seinen Visionen in eine bessere Welt. Lesen Sie, was er zu berichten hat! Denn seine Botschaft kam wieder zurück.

R. Janson im Sept. 1997. Begonnen. am 10.7.1993 
 

Exposé

Die Geschichte beginnt im Jahr 1993. Der Student Peter Müller lernt einen Mann kennen, der ihn auf eine sonderbare Weise fasziniert. Peter Müller weiß nicht, dass der sechzigjährige Mann, sein eigener Sohn ist, der aus der Zukunft in das Jahr 1993 zurück gekommen ist, um den Ablauf der Geschichte geringfügig, aber entscheidend, zu verändern. Zwischen den Beiden entwickelt sich ein interessantes Gespräch über die Zukunft.

Zwölf Jahre später erkrankt Peter so sehr, dass seine einzige Hoffnung in der Zukunft liegt. Er ist einer von vielen die sich einfrieren lassen. Niemand weiß was wirklich mit ihnen geschieht. Niemand kann sagen ob sie je wieder aufgeweckt werden. Aber alle hoffen auf ein Paradies.

Die Eingefrorenen überbrücken eine lange Zeit. Viele von ihnen können nie wieder aufgetaut werden. Sie wurden auf falsche Weise eingefroren. Aber 40000 Menschen überleben 600 Jahre Tiefschlaf.

Erst hatte die Wissenschaft nicht die Möglichkeit die Eingefrorenen zu wecken, oder sie von ihren Krankheiten heilen.

Dann steckte die Menschheit in einer schlimmen Krise. Viele Jahre später erholte sich die Erde, und die überlebenden Menschen, wieder von den apokalyptischen Katastrophen der Vergangenheit.

Doch als die Menschheit endlich die Möglichkeit hatte die Eingefrorenen zu wecken, schob man es immer weiter vor sich her. Die neue Generation wollte die Menschen nicht wecken, weil ihnen ihrer Meinung nach die Bewusstseinsveränderung der letzten Jahrhunderte fehlte. Sie hatten Angst vor dem Einfluss, die die Menschen aus der Vergangenheit auf ihre perfekte Gesellschaft haben könnte.

Im Jahr 2610 war die neue Generation der Meinung, dass eine so fortgeschrittene Zivilisation kein Geheimnis mit sich herum tragen darf. Sie wecken die 40000 Eingefrorenen auf.

Doch die Vorbereitungen die sie treffen, sind sehr ungewöhnlich. Sie befürchten, dass die Menschen aus der Vergangenheit, ihre Regeln und Gesetze nicht verstehen, ohne die ihr Paradies offenbar nicht bestehen kann. Sie befürchten, dass die Menschen aus der Vergangenheit ihre neue Welt mit ihrem schlechten Einfluss zerstören könnten.

Die aufgetauten Menschen bemerken schnell, dass sie sich in einem Schlaraffenland befinden, dessen seltsame Regeln sie akzeptieren müssen.

 

 

Rezension
(Der ersten Fassung.)

Hallo Rüdiger

Ich bin gerade fertiggeworden mit dem Lesen deiner Story "Eden 2610".
Und ich habe sie sehr interessiert bis zu Ende verfolgt.
Immer wieder waren extreme Absätze dabei, in denen man einerseits so
mitgefühlt hat (ich meine über die Dummheit, Engstirnigkeit der Alten).
Auch als sie eigentlich ein Spiegelbild ihres Verhaltens gesehen haben,
in den Träumen, die ihnen die neue Generation vor Augen geführt hat,
haben sie dennoch nicht eingesehen, wie sie wirklich sind.
Also bei dieser Beschreibung kann niemand ruhig bleiben. Ich finde,
deine Geschichte müsste doch eigentlich die Menschen zum Nachdenken
bewegen. Viele Menschen sollten deine Geschichte lesen, dann würden wir
uns vielleicht einige Jahre früher dort sein, wo die Neue Generation
deiner Geschichte jetzt schon ist.
Aber eigentlich habe ich nicht die Hoffnung, daß wir eines Tages so weit
kommen, ich bin eher davon überzeugt, daß wir die Erde, die Tiere und
uns selbst zerstören werden. Falls uns nicht Wesen von anderen Planeten
einer radikalen Gehirnwäsche unterziehen. Denn wenn ich in die Welt
hinaussehe, und da brauche ich ja nicht weit zu sehen, auch Österreich
wird von Heuchelei, Hochmut, Haß, Gier und Geld regiert. Aber ich höre
lieber auf mit dieser Schwarzmalerei. Du bist wahrscheinlich
optimistischer als ich.


Was ich aber nicht ganz verstehe, wieso diese Neue Generation noch immer
an einen Gott glaubt. Klar sind einige Dinge, die in der Bibel stehen
ganz gescheite Weisheiten. Aber ich habe mal etwas im Alten Testament
herumgestöbert, die Ungerechtigkeiten, die da drinnen stehen passen
nicht zu diesem Gott.
Und ich bin auch der Meinung, irgendwie paßt die Tatsache, daß es Wesen
auf anderen Planeten gibt nicht mit diesem Gott und den damit
verbundenen Lehren zusammen.

Ich weiß nicht, ob ich dir schon gesagt habe, daß auch von meinem
literarischen Schaffen nun einige Seiten in der WIDD-Autorenecke stehen.
Vielleicht hast du ja mal Zeit, sie dir durchzulesen.
Also dann, bei Gelegenheit werde ich auch mal deine neue Story in der
Autorenecke lesen.

Liebe Grüße
Josef Helmreich
............................................
Hallo Rüdiger,


Nun gut, um es kurz zu sagen, ich habe mir mal alle Stories zum Genre
'Science Fiction' durchgelesen und jetzt bin ich gerade dabei jedem Autor
zu seiner Geschichte einen kleinen Kommentar zu schreiben.

Natürlich habe ich auch Deine Geschichte 'Eden 2610' gelesen.
Also ich fand' sie klasse. Deine Schilderung ist sehr ... Mmmhh... ich finde
kein passendes Wort, um es zu beschreiben. Sabine (oder Karin) hat als
Kommentar zwar "sehr eindrucksvoll", aber ich denke es gibt kein einzelnes
Wort, um es auszudrücken.
Ich werde dazu wohl ein paar Sätze brauchen.
Die Sprache ist schon eine ziemliche Krücke, wenn man es mal genau
überdenkt, nicht wahr?

Mich hat Deine Geschichte sehr angesprochen. Wenn man mal alles so liest,
was man selbst auch so denkt, es aber nie geschafft hat es mal richtig
zu formulieren, dann ist es schon etwas seltsam. Ich denke auch sehr
oft über solche Dinge nach. Manchmal auch etwas zu viel. Doch meine
besten Freunde zerren mich glücklicherweise immer wieder in die Realität
zurück :-)

Mir gefielen z.B. folgende Sätze sehr gut:

> Jeder muß einmal gehen und wenn es einmal so weit ist, sollte man entweder
> einen guten oder gar keinen Eindruck hinterlassen

> Beeinflusse dich selbst! Finde so den Sinn deines Lebens! Denke jeden Tag
> über dich und dein handeln nach! Nur dann hast du deinem Leben einen Sinn
> gegeben. Doch wer weiß das schon? Mit solchen Dingen kann sich doch nicht
> jeder auseinander setzen. Dazu fehlt den meisten Menschen die Zeit.

Es ist schon seltsam zu beobachten, wie die Leute heutzutage mit ihrer Zeit
umgehen. Dauernd gibt es etwas Neues, noch größeres, noch schnelleres.
Die Intervalle dazwischen werden immer kürzer. Alles bleibt so oberflächlich.
Jeder liegt nur noch vor seinem Fernseher und läßt sich lieber berieseln,
als etwas zu tun. Geistig. Da ist keine Kreativität mehr. Alles eingelullt
im Einheitsbrei. Dieses Bild habe ich mal beschrieben in meinem Gedicht
"Rückkehr zur Eigenzeit" (kleiner Wink mit dem Zaunpfahl: ja, ich bin auch
Autor in der Autorenecke (Ernst, Jürgen))

Beim Lesen des ersten Abschnitts kam es mir so vor, als wärst Du diesem
'Eric Müller' wirklich begegnet. Stimmt das, oder liege ich da total
daneben? Würde mich mal interessieren.

Was mir nicht so gefallen hat war, daß mir die Geschichte etwas zu lang
erschien. Kann mich ja irren. War aber mein Eindruck. Auch hatte ich den
Eindruck, daß der Text von einem Priester geschrieben sein könnte. Hatte
diese blöde Assoziation beim Lesen. Weiß nicht genau warum.

Es hat jedenfalls gut getan, daß Du die Technik nicht zu stark in den
Vordergrund gestellt hast. Das ist bei SF-Stories meist ein Problem und die
eigentliche Geschichte leidet dann darunter.

In Deiner Geschichte beschreibst Du eine Utopie, die sich theoretisch ja
schön anhört, von der ich aber denke, daß es immer eine Utopie bleiben
wird. Die Menschen sind einfach nicht dafür gemacht.
Irgendwie kommen mir auch so seltsame Gedanken wie: Wenn alles einmal so
schön geordnet und wunderbar ist, dann wäre es irgendwie auch langweilig.
Oder sagen wir eher, der Mensch braucht dauernd irgendwelche Reibepunkte,
auch wenn es Krieg bedeutet. Wäre es nicht so, würde dann nicht alles
stillstehen? Die größten Entwicklungen entstanden immer durch den
Zwang von Krieg oder Katastrophen. Evolution bzw. Weiterentwicklung braucht
wohl immer auch ein Instrument zur Selektion?!
Nietzsche hat dazu mal was gesagt, daß er das Recht des Stärkeren bevorzugt,
weil so das Mindere und Kranke der Menschheit ausgemerzt wird.
Nun ja, sind schon seltsame Gedanken.

Soweit mal vorerst. Bin mal gespannt auf Deine Antwort und
falls Du mal zufällig über meine Texte stolperst, dann schreib' doch
auch mal was dazu. Würde mich jedenfalls sehr darüber freuen.
Und keine Scheu vor negativer Kritik, die gehört auch dazu.
Ich werde es genauso halten.

Also bis dann
Ciao

Jürgen