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Leseprobe, Details Eden 2610 |
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Bild mit Genehmigung von Kater Mikesch www.katermikesch.de |
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Seit Jahrtausenden sprechen Wissenschaftler und Philosophen von der Zeit als stetigem Fluss, der Jahr für Jahr
dahinfließt. Was aber wäre, wenn man gegen den Strom schwimmen oder das weit vorausliegende Ufer erkennen könnte? Werden wir eines Tages in der Lage sein, in jeder beliebigen Richtung durch Zeit und Raum zu reisen? Wir könnten sehen, was uns in Zukunft erwartet. Aber, wäre das wirklich sinnvoll? Können wir nicht auch ohne Zeitmaschine unsere Zukunft in sichere Bahnen lenken? Die Menschheit hat sich im neunzehnten und zwanzigsten Jahrhundert viele scheinbar utopische Träume erfüllt. Im Mittelalter glaubte wohl niemand daran, dass die Menschen einmal Fluggeräte bauen werden, oder sogar auf dem Mond landen. Die Zeiten haben sich geändert. Aber nicht nur im technischen, sondern auch im geistigen Sinn haben einige Völker einen großen Schritt nach vorne gemacht. Dass die Erde keine Scheibe ist, musste man genau so akzeptieren wie die Tatsache, dass es keine Hexen gibt. Leider verhindert auch in
unserer Zeit, religiöser Fanatismus eine gemeinsame rasche Weiterentwicklung unserer geistigen Reife. Vielleicht träumen viele Menschen von einer wunderschönen und friedlichen Welt. Es müsste eine Welt sein die nicht auf Lüge aufgebaut ist und in der niemand seinen Glauben mit Feuer und Schwert verbreiten will. Dass diese Träume genau so utopisch klingen wie eine Mondlandung im Mittelalter, liegt sicher an uns allen. Und doch können sie einmal Wirklichkeit werden, wenn wir wollen. Dies ist die Geschichte eines Mannes, der diese Träume verwirklichen konnte. Er war einer der wenigen Menschen, die nach langjährigem Einfrieren in ferner Zukunft, wieder belebt werden konnte. Er folgte seinen Visionen in eine bessere Welt. Lesen Sie, was er zu berichten hat! Denn seine Botschaft kam wieder zurück. Exposé Die Geschichte beginnt im Jahr 1993. Der Student Peter Müller lernt einen Mann kennen, der ihn auf eine sonderbare Weise fasziniert. Peter Müller weiß nicht, dass der sechzigjährige Mann, sein eigener Sohn ist, der aus der Zukunft in das Jahr 1993 zurück gekommen ist, um den Ablauf der Geschichte geringfügig, aber entscheidend, zu verändern. Zwischen den Beiden entwickelt sich ein interessantes Gespräch über die Zukunft. Zwölf Jahre später erkrankt Peter so sehr, dass seine einzige Hoffnung in der Zukunft liegt. Er ist einer von vielen die sich einfrieren lassen. Niemand weiß was wirklich mit ihnen geschieht. Niemand kann sagen ob sie je wieder aufgeweckt werden. Aber alle hoffen auf ein Paradies. Die Eingefrorenen überbrücken eine lange Zeit. Viele von ihnen können nie wieder aufgetaut werden. Sie wurden auf falsche Weise eingefroren. Aber 40000 Menschen überleben 600 Jahre Tiefschlaf. Erst hatte die Wissenschaft nicht die Möglichkeit die Eingefrorenen zu wecken, oder sie von ihren Krankheiten heilen. Dann steckte die Menschheit in einer schlimmen Krise. Viele Jahre später erholte sich die Erde, und die überlebenden Menschen, wieder von den apokalyptischen Katastrophen der Vergangenheit. Doch als die Menschheit endlich die Möglichkeit hatte die Eingefrorenen zu wecken, schob man es immer weiter vor sich her. Die neue Generation wollte die Menschen nicht wecken, weil ihnen ihrer Meinung nach die Bewusstseinsveränderung der letzten Jahrhunderte fehlte. Sie hatten Angst vor dem Einfluss, die die Menschen aus der Vergangenheit auf ihre perfekte Gesellschaft haben könnte. Im Jahr 2610 war die neue Generation der Meinung, dass eine so fortgeschrittene Zivilisation kein Geheimnis mit sich herum tragen darf. Sie wecken die 40000 Eingefrorenen auf. Doch die Vorbereitungen die sie treffen, sind sehr ungewöhnlich. Sie befürchten, dass die Menschen aus der Vergangenheit, ihre Regeln und Gesetze nicht verstehen, ohne die ihr Paradies offenbar nicht bestehen kann. Sie befürchten, dass die Menschen aus der Vergangenheit ihre neue Welt mit ihrem schlechten Einfluss zerstören könnten. Die aufgetauten Menschen bemerken schnell, dass sie sich in einem Schlaraffenland befinden, dessen seltsame Regeln sie akzeptieren müssen.
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Rezension
(Der ersten Fassung.)
Hallo Rüdiger
Ich bin gerade fertiggeworden mit dem Lesen deiner Story "Eden
2610".
Und ich habe sie sehr interessiert bis zu Ende verfolgt.
Immer wieder waren extreme Absätze dabei, in denen man
einerseits so
mitgefühlt hat (ich meine über die Dummheit, Engstirnigkeit der
Alten).
Auch als sie eigentlich ein Spiegelbild ihres Verhaltens gesehen
haben,
in den Träumen, die ihnen die neue Generation vor Augen geführt
hat,
haben sie dennoch nicht eingesehen, wie sie wirklich sind.
Also bei dieser Beschreibung kann niemand ruhig bleiben. Ich
finde,
deine Geschichte müsste doch eigentlich die Menschen zum
Nachdenken
bewegen. Viele Menschen sollten deine Geschichte lesen, dann würden
wir
uns vielleicht einige Jahre früher dort sein, wo die Neue
Generation
deiner Geschichte jetzt schon ist.
Aber eigentlich habe ich nicht die Hoffnung, daß wir eines Tages
so weit
kommen, ich bin eher davon überzeugt, daß wir die Erde, die
Tiere und
uns selbst zerstören werden. Falls uns nicht Wesen von anderen
Planeten
einer radikalen Gehirnwäsche unterziehen. Denn wenn ich in die
Welt
hinaussehe, und da brauche ich ja nicht weit zu sehen, auch Österreich
wird von Heuchelei, Hochmut, Haß, Gier und Geld regiert. Aber
ich höre
lieber auf mit dieser Schwarzmalerei. Du bist wahrscheinlich
optimistischer als ich.
Was ich aber nicht ganz verstehe, wieso diese Neue Generation
noch immer
an einen Gott glaubt. Klar sind einige Dinge, die in der Bibel
stehen
ganz gescheite Weisheiten. Aber ich habe mal etwas im Alten
Testament
herumgestöbert, die Ungerechtigkeiten, die da drinnen stehen
passen
nicht zu diesem Gott.
Und ich bin auch der Meinung, irgendwie paßt die Tatsache, daß
es Wesen
auf anderen Planeten gibt nicht mit diesem Gott und den damit
verbundenen Lehren zusammen.
Ich weiß nicht, ob ich dir schon gesagt habe, daß auch von
meinem
literarischen Schaffen nun einige Seiten in der WIDD-Autorenecke
stehen.
Vielleicht hast du ja mal Zeit, sie dir durchzulesen.
Also dann, bei Gelegenheit werde ich auch mal deine neue Story in
der
Autorenecke lesen.
Liebe Grüße
Josef Helmreich
............................................
Hallo Rüdiger,
Nun gut, um es kurz zu sagen, ich habe mir mal alle Stories zum
Genre
'Science Fiction' durchgelesen und jetzt bin ich gerade dabei
jedem Autor
zu seiner Geschichte einen kleinen Kommentar zu schreiben.
Natürlich habe ich auch Deine Geschichte 'Eden 2610' gelesen.
Also ich fand' sie klasse. Deine Schilderung ist sehr ... Mmmhh...
ich finde
kein passendes Wort, um es zu beschreiben. Sabine (oder Karin)
hat als
Kommentar zwar "sehr eindrucksvoll", aber ich denke es
gibt kein einzelnes
Wort, um es auszudrücken.
Ich werde dazu wohl ein paar Sätze brauchen.
Die Sprache ist schon eine ziemliche Krücke, wenn man es mal
genau
überdenkt, nicht wahr?
Mich hat Deine Geschichte sehr angesprochen. Wenn man mal alles
so liest,
was man selbst auch so denkt, es aber nie geschafft hat es mal
richtig
zu formulieren, dann ist es schon etwas seltsam. Ich denke auch
sehr
oft über solche Dinge nach. Manchmal auch etwas zu viel. Doch
meine
besten Freunde zerren mich glücklicherweise immer wieder in die
Realität
zurück :-)
Mir gefielen z.B. folgende Sätze sehr gut:
> Jeder muß einmal gehen und wenn es einmal so weit ist,
sollte man entweder
> einen guten oder gar keinen Eindruck hinterlassen
> Beeinflusse dich selbst! Finde so den Sinn deines Lebens!
Denke jeden Tag
> über dich und dein handeln nach! Nur dann hast du deinem
Leben einen Sinn
> gegeben. Doch wer weiß das schon? Mit solchen Dingen kann
sich doch nicht
> jeder auseinander setzen. Dazu fehlt den meisten Menschen
die Zeit.
Es ist schon seltsam zu beobachten, wie die Leute heutzutage mit
ihrer Zeit
umgehen. Dauernd gibt es etwas Neues, noch größeres, noch
schnelleres.
Die Intervalle dazwischen werden immer kürzer. Alles bleibt so
oberflächlich.
Jeder liegt nur noch vor seinem Fernseher und läßt sich lieber
berieseln,
als etwas zu tun. Geistig. Da ist keine Kreativität mehr. Alles
eingelullt
im Einheitsbrei. Dieses Bild habe ich mal beschrieben in meinem
Gedicht
"Rückkehr zur Eigenzeit" (kleiner Wink mit dem
Zaunpfahl: ja, ich bin auch
Autor in der Autorenecke (Ernst, Jürgen))
Beim Lesen des ersten Abschnitts kam es mir so vor, als wärst Du
diesem
'Eric Müller' wirklich begegnet. Stimmt das, oder liege ich da
total
daneben? Würde mich mal interessieren.
Was mir nicht so gefallen hat war, daß mir die Geschichte etwas
zu lang
erschien. Kann mich ja irren. War aber mein Eindruck. Auch hatte
ich den
Eindruck, daß der Text von einem Priester geschrieben sein könnte.
Hatte
diese blöde Assoziation beim Lesen. Weiß nicht genau warum.
Es hat jedenfalls gut getan, daß Du die Technik nicht zu stark
in den
Vordergrund gestellt hast. Das ist bei SF-Stories meist ein
Problem und die
eigentliche Geschichte leidet dann darunter.
In Deiner Geschichte beschreibst Du eine Utopie, die sich
theoretisch ja
schön anhört, von der ich aber denke, daß es immer eine Utopie
bleiben
wird. Die Menschen sind einfach nicht dafür gemacht.
Irgendwie kommen mir auch so seltsame Gedanken wie: Wenn alles
einmal so
schön geordnet und wunderbar ist, dann wäre es irgendwie auch
langweilig.
Oder sagen wir eher, der Mensch braucht dauernd irgendwelche
Reibepunkte,
auch wenn es Krieg bedeutet. Wäre es nicht so, würde dann nicht
alles
stillstehen? Die größten Entwicklungen entstanden immer durch
den
Zwang von Krieg oder Katastrophen. Evolution bzw.
Weiterentwicklung braucht
wohl immer auch ein Instrument zur Selektion?!
Nietzsche hat dazu mal was gesagt, daß er das Recht des Stärkeren
bevorzugt,
weil so das Mindere und Kranke der Menschheit ausgemerzt wird.
Nun ja, sind schon seltsame Gedanken.
Soweit mal vorerst. Bin mal gespannt auf Deine Antwort und
falls Du mal zufällig über meine Texte stolperst, dann schreib'
doch
auch mal was dazu. Würde mich jedenfalls sehr darüber freuen.
Und keine Scheu vor negativer Kritik, die gehört auch dazu.
Ich werde es genauso halten.
Also bis dann
Ciao
Jürgen