Gedanken  Philosophisches  


2010
Der Beobachter

Die Fantasy ist etwas wunderbares. Es gibt keine Grenzen. Ich kann auf dem Mond sitzen und auf die Erde herab schauen. Ich kann die Menschen auf der ganzen Welt beobachten. Ich kann in leidende und lachende Gesichter sehen. In meiner Fantasy fliege ich über Wiesen und Wälder. Ich überquere Ozeane und Länder. Ich sehe Menschen, die täglich fleißig ihrer Arbeit nachgehen. Ich sehe Menschen, die sich in der Gesellschaft – mehr oder weniger – ihrem täglichen Überlebenskampf stellen. Die Einen streiten sich um einen Parkplatz, und die Anderen um Wasser. Ich sehe Flora und Fauna, wie sie vom Mensch verändert und zerstört wird. Ich sehe aber auch Menschen, die sich Sorgen machen, und vieles wieder aufbauen. Ich sehe Menschen, die in ärmere Regionen hart arbeiten, um zu helfen. Ich bin ein Beobachter. Ein Beobachter hat es manchmal schwer. Er sieht wie Menschen, im Urlaub, in arme Regionen fliegen. Sie sehen nur die Touristenviertel. Wenn sie nach Hause kommen berichten sie nicht, wie sehr dieses Land auf Hilfe angewiesen ist. Nein; sie berichten wie schön es dort war, und dass sie nächstes Jahr wieder hin fliegen wollen. Ein Beobachter hat es manchmal schwer. Er erkennt seine eigenen Fehler, in dem er die Fehler der Menschheit erkennt. Ja, ein Beobachter hat es schwer. Er beobachtet und lernt. Er lernt immer mehr über sich selbst und die Menschheit. Er sieht in Gesichter und begreift, mit den Jahren des Lernens, ihre Charaktere zu lesen. Er liest in ihnen, wie in einem Buch. Er liest und schweigt. Was kann man tun? Man rollt einen Stein einen Berg hinauf und oben rollt er wieder runter. Ja, die Fantasy ist etwas wunderbares. Man kann seine Fantasy nutzen, um die Realität besser zu begreifen. In Gedanken kann man in viele Länder reisen und Menschen beobachten. Man sieht auch, wie Menschen beten. Es sind Menschen in allen Ländern und aus allen Glaubensrichtungen. Sie beten um Nahrung, weil sie hungern. Sie beten für den Frieden. Sie beten, weil ein lieber Angehöriger krank wurde oder vielleicht sogar einen Unfall hatte und im Krankenhaus liegt. Sie beten für unsere Erde und ihre Mitmenschen. Es sind oft Menschen, denen großes Leid widerfahren ist. Die Menschen, die noch mit Mitgefühl und Klarsicht gesegnet sind, beten nicht nur für eigene Angelegenheiten. An den Allmächtigen werden viele Wünsche gerichtet. Ich bin ein Beobachter. Ich picke mir einmal einen solchen Menschen heraus, der innig betend und weinend vor einem Altar kniet. Bittend und flehend, mit gefalteten Händen hört man ihn mit zitternder Stimme sagen: “Bitte Lieber Gott, mache, dass unsere Fußballnationalmannschaft das Spiel nicht verliert.“ Ein Beobachter sieht auch blinde Menschen. 
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Ich wollte ursprünglich den Text "E-mail an den Lieben Gott" nennen: .

Man muss sich einmal vorstellen, um was Er alles gebeten wird. Es geht um Wasser, um Essen, um Gesundheit, um Weltfrieden; und dazwischen bittet ein Lollo, dass seine Fußballelf gewinnt. Sonst hat der Mensch wohl keine Sorgen, und er sieht auch die Sorgen der Welt nicht. Es ist diesem Fußballfan wichtiger, dass seine Elf gewinnt, als zu beten, dass ein Kind in der Welt etwas zu essen hat. Ich weiß, dass das kaum jemand richtig versteht. Aber genau darum geht es. Eine neue bessere Welt kann nur mit verständnisvolleren Menschen funktionieren. Niemand will den Fußballfans ihre Freude nehmen. Aber wenn ihr die Hände faltet um zu bitten, dann bitte um etwas Sinnvolleres. Fußball ist wichtig, weil es Völker zum Spiel vereinigt. Ich treibe selbst Sport. Wie schön wäre es, wenn wir unsere geistige Energie, die wir für eine solche WM aufbringen, wenigstens einmal dem Weltfrieden und der Harmonie widmen würden.

(Brot und Spiele) (Panem et circenses)


Der Weg zur Weisheit

Menschen die bloß arbeiten, finden keine Zeit zum Träumen. Nur wer träumt gelangt zur Weisheit. (Smohalla, Nez Perce-Indianer)

Immer wieder fragen Menschen nach dem Sinn des Lebens. Sie schauen sich um in der Welt und fragen sich: "Was mach ich eigentlich hier". Dabei sind die Menschen die sich das fragen schon einen Schritt weiter in die richtige Richtung gelaufen. Das Leben hat dann einen Sinn, wenn man seinem Leben einen Sinn gegeben hat. Die Frage ist nur, was der Einzelne dann darunter versteht. Wobei sich wieder, für jeden Einzelnen, die Frage nach dem Sinn seines Lebens stellt.
Das Leben ist eine Prüfung bei der man sich die Prüfungsfragen selber stellen muss. Da uns das aber keiner sagt, muss man auch das erst erkennen. 
Kinder stellen ihren Eltern oft die unmöglichsten Fragen, die sie dann auch zu beantworten versuchen. Wir Erwachsenen stehen mit unseren Fragen alleine da. 
Es gibt keine Gebrausanweisung. Es gibt keine Hinweisschilder. Es gibt nur die Erfahrung anderer Menschen. Man kann es sich einfach machen, indem man einigen von ihnen folgt, und das tut was sie uns sagen. Man kann aber auch anfangen sich selbst umzuschauen und auf Entdeckungsreise gehen. Wer anfängt nachzudenken, fängt auch an selbst nach dem Sinn des Lebens zu suchen. Aber, dazu muss man erst einmal aus dem Dämmerschlaf des Alltags aufwachen. Ist man dann erwacht glauben andere man würde träumen, spinnen oder schlafen. Man beginnt aus dem eingefahrenen Weg des Alltag auszubrechen und neue Wege zu suchen. Verständnis findet man nur bei denen, die selbst auf der Suche sind. Das große Ziel ist, den Weg zur Weisheit zu finden und zu gehen. Der Weg wird blockiert von Geltungssucht, Machtgier, Neid, Überheblichkeit, Arroganz und Mangel an Zeit. Wir werden auch täglich abgelenkt vom Fernsehen, Video Computerspielen und Internet. Die alten Naturvölker, wie die Indianer, waren freier in ihrem Denken. Das geht in unserer Zeit immer mehr verloren. Wer gönnt sich denn heute noch etwas Ruhe? Wer hat denn Lust und Zeit einfach abends, bei Sternenklarer Nacht, raus zu gehen und den Nachthimmel zu bewundern? Wer hat noch Sinn für das Wunder der Schöpfung? Wer hat noch Zeit zum Nachdenken? Nun, vielleicht ein paar Angler, die den ganzen Tag am Fischweiher sitzen und die Natur genießen. Vielleicht ein paar Taxifahrer, die lange auf Fahrgäste warten. Vielleicht ein Arbeiter, der an einer Maschine steht und immer die gleichen Handgriffe wiederholt. Aber die jenigen die es sein müssten, sind es nicht. 

Der Weg zur Weisheit ist sehr weit. 
Am Anfang beginnt man einen Sinn für Weisheiten zu entwickeln, die uns große Dichter und Denker hinterlassen haben. Es sind oftmals kluge Zitate die uns hinterlassen wurden. 

Ein guter Spruch ist die Wahrheit eines ganzen Buches in einem einzigen Satz.
Theodor Fontane, deutscher Schriftsteller (1819 – 1898)

Es ist bestimmt kein Zufall, dass die klügsten Zitate oftmals von Schriftstellern, Dichter und Denker verfasst wurden. Wer sich, wie sie, Zeit zum Nachdenken nimmt, entwickelt einen Sinn für diese Zitate und findet sie schön wie Blumen auf einer Weise; die bunten Nachtlichter einer Stadt, oder die schillernden Farben von Edelsteinen. Man erkennt plötzlich, was wirklich wichtig ist im Leben, oder nicht. Man beginnt auf dieser Basis zu suchen und fängt an, die Menschen besser zu verstehen. Der Blick hinter ihre Augen lässt uns dann auch eigene Fehler erkennen. Der Blick in den Spiegel präsentiert uns angstvoll die eigene Schwäche. 
Das Streben dieser Menschen zeigt uns, was für Sie wichtig ist, und wofür sie kämpfen bis an ihr Lebensende. Gefühle, wie Zorn, Hass, Verblendung, Nervosität, Unruhe und harte Entschlossenheit sind den Menschen ins Gesicht geschrieben. Dann lernt man zu schweigen. Sie würden es eh nicht verstehen, wenn wir es ihnen sagten. Denn, nichts ist schmerzlicher als die Wahrheit. 

Der Weg des Lebens und der Menschheit öffnet sich wie ein geheimes Buch, das man langsam aufschlägt um darin zu lesen. Man erkennt die Fehler der menschlichen Geschichte und blickt sorgenvoll in die Zukunft. Man möchte etwas ändern und erkennt die eigene Ohnmacht. Dennoch beginnt ein Kampf den man nie beenden wird. 

Hätten alle mächtigen Menschen Zeit zum Nachdenken, wären sie imstande, den seit Jahrtausenden eingefahrene Weg zu verlassen und einen Besseren zu gehen. 

Es mag noch viele Stufen und Wege zur Weisheit geben. Aber es ist auch schwierig diese zu erkennen und zu finden. Die Zukunft kann nur auf Weisheit aufgebaut werden. Und die kann man nicht lernen. Die muss man ausgraben.

Wer die Weisheit sucht, ist ein weiser Mann; wer glaubt sie gefunden zu haben, ist ein Narr.
Lucius Annaeus Seneca

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Gewissen und die Versuchung
2008

Wenn man genau nachdenkt, über Gewissen und Versuchung, so muss man zugeben, dass man irgendwann in seinem Leben der Versuchung erlegen war. Sind wir immer Herr unserer Sinne? Kontrollieren wir immer unseren eigenen Willen? Der Verstand sagt oft etwas anderes als unser Gefühl. Es sind zwei verschiedene Herrscher unseres Tuns und unseres Verhaltens. Im religiösen Sinne spricht man vom Bösen und Guten, das in uns ist. Man spricht bildlich vom Teufel auf der einen Schulter und von einem Engel auf der Anderen. Beide flüstern uns etwas ins Ohr. Beide versuchen uns zu beeinflussen. Aber was steckt wirklich dahinter? Wissenschaftler versuchen es mit den verschiedenen Gehirnfunktionen zu erklären. Es ist ein ewiger Kampf der Vernunft und der Gefühlswelt in uns. Die Versuchung taucht bei jedem mal auf, und keiner ist vor ihr sicher. Dann stellt sich heraus wer Sieger ist: der eigene Wille oder die Versuchung. Wer war nicht schon einmal in einem Geschäft mit dem Gedanken konfrontiert, etwas stehlen zu wollen? Der Verstand sagt: "Tu es nicht". Die Versuchung in uns mobilisiert all ihre Kräfte, dass wir es doch tun sollen. Wer mag wohl gewinnen? Der Verstand sagt: "Nimm keine Drogen!". Die Versuchung sagt: "Nimm sie doch!" So gibt es viele Beispiele. Viele Menschen sind zu schwach um auf ihre eigene innere Stimme zu hören. Sie sind der Versuchung willenlos erlegen. 

Wer an die Freiheit des menschlichen Willens glaubt, hat nie geliebt und nie gehasst.
Marie von Ebner-Eschenbach, 13.9.1830 bis 12.3.1916, österreichische Schriftstellerin.

Der Geist ist willig; aber das Fleisch ist schwach.
(Matthäus 26, 41) Zitat aus der Bibel.

Allem kann ich widerstehen, nur der Versuchung nicht.
(Lady Windermeres Fächer) Oscar Fingal O'Flahertie Wills Wilde, 16.10.1854 bis 30.11.1900, englischer Schriftsteller irischer Herkunft.

Das Gewissen ist eine innere Stimme, die uns zwar nicht abhält, aber das Vergnügen erheblich stört.
Marcel Achard, 5.7.1899 bis 4.9.1974, französischer Dramatiker.

Die innere Stimme muss schon vorlaut werden, damit wir ihr folgen.
Hans Arndt, 17.10.1911, deutscher Journalist und Schriftsteller.

In den letzten Jahrzehnten hat das Gewissen viel von seiner Bedeutung verloren. Es scheint, dass weder äußere noch innere Autorität eine wichtige Rolle im Leben des Individuums spielen.
(Die Furcht vor der Freiheit) Erich Fromm, 23.3.1900 bis 18.3.1980, amerikanischer Psychoanalytiker deutscher Herkunft.

Die Versuchung breitet ihre Netze aus und wir verfangen uns oft darin. Man findet einem Geldbeutel. Versucht man herauszufinden wem er ist, oder steckt man das Geld ein und wirft ihn weg. Dann gibt es noch die Variante, dass einige das Geld einstecken, und den Geldbeutel irgendwo in einem Briefkasten werfen. Der Besitzer bekommt dann wenigstens seine Papiere zurück. Aber, beruhigt das wirklich unser Gewissen. Der Geist kann schwach sein, oder stark. Die Versuchung ist immer stark. Nur wenn auch der Geist stark ist und bleibt, können wir ihr widerstehen. Diese Situation wird oftmals durch zu viel Alkoholgenuss, oder Drogenkonsum, vehement gestört. Der Geist wird schwach, doch die starke Versuchung bleibt. Manchmal wollen wir Menschen mit einem schwachen Geist helfen. Doch es erscheint oftmals aussichtslos zu sein. Gute Ratschläge prallen einfach ab. "Kluge Menschen" sagen oft, dass jeder aus seinen Fehlern lernen muss. Einige Menschen erlangen mit dem Alter eine gewisse Lebenserfahrung. (Einige Menschen, nicht alle) Wer diese Lebenserfahrung hat sieht oft nervenraubend zu, wie Andere von einem Unheil ins andere stürzen. Da man oft mit sich selbst genug zu tun hat, erscheint es um so schwerer, da noch zu helfen. Aber, wenn der Geist und der Wille so schwach sind, dass man der Versuchung ständig erlegen ist, dann nützen auch die besten Ratschläge nichts. 

Die Gewalt über die Versuchung kann man nicht erlernen:  Man kann nur Menschen helfen, deren Flamme des Geistes noch nicht erloschen ist. 

"...und führe uns nicht in Versuchung!", heißt es im "Vater unser". Da fragt man sich, ob man wirklich stark genug ist, allen Versuchungen zu widerstehen. 

Vielleicht sollte man öfter mal das "Vater unser" beten. 

Sehnsucht
2007

Sehnsucht ist in jedem von uns. Die Menschen sind immer auf der Suche nach Zärtlichkeit, Anerkennung, nach Liebe und Zuneigung. Die Menschen suchen Wärme und Geborgenheit. Es ist egal ob arm oder reich, ob alt oder jung; jeder ist Opfer seiner Begierde und seines Verlangens. Das sind menschliche Gefühle die wohl nie vollstens befriedigt werden. Es ist ein Feuer das in uns lodert und, wird es nicht klein gehalten, schnell zum Flächenbrand ausarten kann. Viele Menschen versuchen Sehnsucht mit Geld zu beseitigen. Aber Freunde kann man sich nicht erkaufen.

Wenn mein Vater stirbt kommen Könige zu seinem Begräbnis. Wenn dein Vater stirbt, kommen seine Freunde.
Lex Luthor zu Clark Kent aus der Serie Smallville (Nur die Asche bleibt zurück) Buch: Cameron Litvack

Wir träumen von Freundschaft, davon dass jemand an der Tür klingelt und uns besucht und davon, dass wir von lieben Menschen umgeben sind, die unsere Nähe und Freundschaft suchen. Die Sehnsucht wird um so stärker, wird keines dieser Gefühle befriedigt. Sehnsucht wird zur Begierde. Begierde wird zu Verlangen und Verlangen zur Verbitterung. Man beginnt an sich selbst zu zweifeln. Man sucht Fehler an sich, die man vielleicht nicht finden kann. Das Verlangen treibt seine Opfer zu den unmöglichsten Aktivitäten. Man sucht Freunde in Vereinen, anderen Gruppen oder öffentlichen Einrichtungen. Der Weg in die kleine Kneipe an der Ecke ist noch ein guter Weg, den Durst nach Sehnsucht zu stillen. 

„Ich muss mal raus. Mir fällt die Decke auf den Kopf.“
Dieser Spruch ist bekannt. Es ist nichts anderes, als die Sehnsucht die uns quält.

Wer sich zu sehr sehnt, und nie das bekommt, was er sich erträumt, wird bitter . Doris Dörrie
Je weiter entfernt, je größer die Sehnsucht.- Sprichwort, Redensart,
Unsere Sehnsucht wird immer größer, je weniger wir sie befriedigen können. - Niccolò Machiavelli, Clizia
Man hat halt oft so eine Sehnsucht in sich - aber dann kehrt man zurück mit gebrochenen Flügeln und das Leben geht weiter, als wär man nie dabei gewesen. - Ödön von Horváth, "Kasimir und Karoline"

Wie viele einsame Menschen kennen wir in unserer Umgebung? Leidet man unter Sehnsüchten, können diese nur befriedigt werden, wenn wir selbst zu denen werden, die Wärme, Geborgenheit und Aufmerksamkeit verteilen. Auch andere Menschen leiden unter Sehnsucht und Verlangen. Man sollte sich nicht in seinem stillen Kämmerlein vergraben und auf ein Wunder hoffen. Draußen in der großen weiten Welt sehnen sich viele Menschen nach Dingen, die wir für selbstverständlich halten.

Wenn Sehnsucht zur Melancholie wird, verlieren wir das Lachen. Die Tür zum Herzen bleibt verschlossen.

Wer sehnsüchtig ist, sollte bereit sein den Sehnsüchtigen zu trösten. Nur so wird das Feuer der Sehnsucht gelöscht. 

 

Geistige Vollkommenheit      

Im Zeitalter der Computer und der Raumfahrt geht die technische Entwicklung so rasend schnell voran, dass man sehr schnell den Anschluss verlieren kann. Doch was ist mit der geistigen Weiterentwicklung? In der Geschichte der Menschheit hat es zweifellos eine Bewusstseinsveränderung gegeben. Es wäre schlimm wenn heutzutage alle Menschen noch genau so denken würden wie im Mittelalter. Aber diese Bewusstseinsveränderung geht wesentlich langsamer voran als die technische Weiterentwicklung. Die Völker unserer Erde sind sehr unterschiedlich. Wie kann also eine geistige Weiterentwicklung vonstatten gehen? Die verschiedenen Völker der Erde entwickeln sich unterschiedlich schnell. Bei einigen Völker sind alte Werte so tief verwurzelt, dass ein Andersdenken fast ausgeschlossen ist. Der Weg in eine neue Zeit wird von Mauern verbaut, die schier unüberwindlich sind. Die geistige Weiterentwicklung gleicht einem Labyrinth; alle irren irgendwo umher, dabei gibt es nur einen Ausweg. Wir Menschen sind alle gleich. Folglich müsste es auch für uns einen gemeinsamen Weg in eine bessere Zukunft geben; ein einzig wahrer Weg in eine humane Welt, der für alle Völker richtig ist. Dazu benötigen wir nicht Gottes Schwerter oder Elektrische Stühle oder Landminen. Dazu benötigen wir ein Zusammengehörigkeitsgefühl das es uns ermöglicht die Probleme dieser Welt gemeinsam zu lösen. In einer Zeit in der Umwelt und Lebensmittel dem Profit wegen verseucht und vergiftet werden, herrscht alles andere als Vernunft, Einsicht, Klarsicht oder Weisheit. Erleuchtung kann man kaum erlangen, wenn man als Kind schon mit Regeln und Gesetzen voll programmiert wurde, die so alt sind wie die Menschheit selbst. Unsere hoch technisierte Zeit baut sich nicht auf Macht, Profit oder religiösen Pfeilern, sondern auf dem genialen Denken großer und hochintelligenter Menschen auf. Diese Lebensweise wird durch viele Denkweisen, wie Profit- und Machtgier, Fanatismus und Rassenhass, bedroht. Nur mit Vernunft und Klarsicht findet man den richtigen Wege in eine bessere Zukunft. Der Weg in eine bessere Zeit muss von allen Menschen gefunden werden. Wenn wir alle gut miteinander auskommen wollen, genügt es nicht unsere Gesellschaft auf dem Rücken einiger genialer Denker aufzubauen. Alle Menschen müssen Vernünftig werden und human handeln. Wobei unter Vernunft nicht die Vernunft für den Einzelnen, sondern die Vernunft für die Allgemeinheit zu verstehen ist. In unserer heilen Gesellschaft - die sehr oft vom perfekten Eigenheim ins tolle neue Auto, ins Büro, wieder ins Auto, und dann wieder nach Hause führt - verliert man sehr schnell den Blick auf die Probleme unserer Welt. Das beweist, dass Weltverbesserer heutzutage ein Schimpfwort geworden ist. Wenn ich mich also so umsehe in der Welt bin ich froh in Europa zu leben. Hier gibt es keine Todesstrafe, keine Landminen, und keine religiösen Zwänge. Es ist in vieler Hinsicht zwar auch noch nicht das Paradies aber wir leben doch frei und ungezwungen in unserem Land. Vielleicht sind wir in Europa auf dem richtigen Weg. Vielleicht wissen wir am ehesten was vernünftig ist. Man kann sicher stundenlang diskutieren was richtig und falsch, vernünftig und unsinnig ist. Eines steht jedoch fest: in ferner Zeit wird man uns mit der gleichen Verachtung sehen, wie wir heute einige Menschen aus dem Mittelalter.

Unser Ich-Gefühl

Wir leben so selbstverständlich in den Tag hinein und sind scheinbar außerstande weiter zu denken, als unser gegenwärtiges Bedürfnis und befiehlt. Aber wer hat sich schon einmal Gedanken darüber gemacht, wieso man gerade jetzt und in diesem Körper existiert. Nun, das ist wahrhaftig ein schwieriges Thema. Das zu verstehen ist bestimmt nur Menschen möglich, die sich Zeit zum Nachdenken und zu Meditieren nahmen. Ich möchte einmal meine eigenen Gehdanken zu dem „Ich-Gefühl“, hier beschreiben. In der Tat hatte ich mir immer wieder Gedanken darüber gemacht. Was wäre, wenn ich nicht ICH wäre? Es gibt so viele Menschen auf der Welt und die Zeit, in der die Menschheit existiert, ist fast unüberschaubar lang. 
In dieser langen Zeit wurden viele Milliarden Menschen geboren. Da muss man sich doch fragen, wieso man gerade jetzt und in diesem Körper, ein Bewusstsein empfindet. 
Ich glaube, dass jeder Mensch seine eigene Seele hat und, dass die nichts mit unserem Verstand und unserem Gehirn zu tun hat. Man könnte versuchen Menschen zu klonen wie man will, aber man könnte nie zwei identische Wesen schaffen, weil man die Seele nicht klonen oder irgendwie überspielen kann. Aber da stellt sich immer wieder die Frage, wieso bin ich, ICH. Und wieso bin ich jetzt, in dieser Zeit, hier. Wieso hatte ich das Glück, in diese Zeit geboren zu sein, in der mir z.B. mittelalterliche Folter erspart bleibt. Wenn es, wie die Buddhisten glauben, Wiedergeburt gibt, wieso kann ich mich dann nur JETZT begreifen? Eigentlich spielt nur die Gegenwart eine Rolle. Meine Vergangenheit ist vorbei. Wenn ich meinen Verstand verlieren würde, wäre meine Vergangenheit für mich so uninteressant wie die Vergangenheit irgend eines anderen Menschen. Die einzige sinnvolle Erklärung hierfür ist, die Entwicklung unserer Seele. Die Zeit treibt die Gegenwart immer weiter vorwärts, und somit unser gegenwärtiges Empfinden. Wir reisen mit der Zeit mit. Unser gegenwärtiges Empfinden reist mit der Zeit mit. Das Mittelalter, und somit die „damalige Gegenwart“ ist vorbei. Somit kann sie uns auch nicht mehr bewusst sein. Vielleicht waren wir wirklich früher einmal geboren und können uns deshalb nicht erinnern, weil für unser „menschliches Bewusstsein“, nur die Gegenwart eine Rolle spielt. Wenn das so ist, dann müssen wir unseren Nachkommen nicht nur eine bessere Welt hinterlassen, weil wir die Erde von ihnen geliehen haben, sondern deshalb, weil unsere Seelen vielleicht in unseren Nachkommen weiter existieren werden. Wir sind es uns also selber schuldig, unseren Planet sauber zu halten. 

Zu diesem Thema ist die Webseite des  des Autor Martin Kiechle "Jenseits von Allem"  zu empfehlen

Habgier oder Bescheidenheit

Habgier ist noch über Gewinnsucht hinausgehendes, ungezügeltes und rücksichtsloses Streben nach Gewinn um jeden Preis.
Es ist erstaunlich, wie sich gelehrte Leute, scheinbar hilf- und ratlos, neulich in einer Fernsehdiskussion mit diesen Begriffen auseinander setzten. Habgier fand niemand gut, doch schon bei der Gewinnsucht kam man ins Grübeln. Man war der Ansicht, dass eine gut funktionierende Gesellschaft das Streben nach Macht und Geld braucht. Ohne diese Gewinnsucht würden die Räder stillstehen und alles würde verarmen. Nun, das mag stimmen, denn mit Bescheidenheit kurbelt man keine Wirtschaft an. Aber wo führt das hin? Es ist genug für alle da, doch es ist alles falsch verteilt. Die Grenze zwischen Habgier und Gewinnsucht ist sehr gering. Oft merken die Betroffenen gar nicht, wie sehr sie dem unglaublichen Reiz der Macht und Habgier verfallen sind. Wer einmal der Raffsucht verfallen ist wendet Mittel an, die ein Herz aus Stein erfordern. Rücksichtslos und scheinbar ohne Gewissen, wird alles unternommen um den eigenen Reichtum noch zu vergrößern. Eine Lösung dieses Problems gäbe es nur, wenn sich die Menschen drastisch ändern würden. Aber vermutlich nicht mehr in diesem Jahrhundert. Die religiösen Unterschiede dürften keine Rolle mehr spielen. Lasst jedem Menschen seinen Glauben und seinen Gott. Den eigenen Glauben mit Feuer und Schwert zu verbreiten kann unser aller Untergang sein. Die Menschheit müsste über alle Grenzen hinaus bereit sein, alle Probleme gemeinsam zu lösen. Jeder Mensch müsste nach bestem Wissen und Gewissen das arbeiten was er kann, was erwartet wird und was die Gesellschaft von ihm erwartet. Geld dürfte es nicht mehr geben. Jeder Mensch hat das Recht auf alles was er braucht, um gut zu leben. Für sehr viele Menschen würde das bedeuten, Luxus ohne Ende. Andere hingegen müssten auf die, ein oder andere, Jacht im Mittelmeer verzichten können. Nicht mehr die Gewinnsucht dürfte uns vorantreiben, sondern der Glaube etwas Besonderes zu leisten und imstande zu sein es leisten zu können. So könnten wir alle gemeinsam an großen Projekten arbeiten ohne uns, der freien Marktwirtschaft wegen, gegenseitig zu zerstören. Aber das sind Wunschträume, die offenbar nur in Science-Fiction Romane möglich sind. Denn die Menschen werden nicht imstande sein sich zu ändern.

Viele Grüße
Rüdiger

Was für Ziele hat man seinem Leben gesetzt?
Ich stellte mir mal die Frage, wie wichtig eigentlich meine Existenz ist. Was für Ziele hab ich meinem Leben gesetzt. Am Anfang des Lebens glaubt man einer unendlich langen Lebenszeit entgegen zu sehen. Aber wer älter wird und ein wenig nachdenkt der bemerkt, dass das Leben schneller zu Ende ist, als man sich das vorgestellt hat. Was hat man seinem Leben für einen Sinn gegeben? Was hat man daraus gemacht? Welche Gedanken haben wir uns täglich gemacht? Ich stelle mir vor, dass nach dem Tod wirklich noch etwas kommt. Die Buddhisten glauben an einen Kreislauf der Wiedergeburt, bis man eines Tages ins Nirwana darf. Wie wichtig ist also unser Lebensziel? Was würden wir sagen, wenn nach unserem Lebensende wirklich jemand fragt was unser eigentliches Lebensziel war? Er würde uns fragen, ob wir jemals an das Leiden unserer Mitmenschen dachten. Er würde uns fragen, wieso wir nicht das Seelenleid der Kinder spüren konnten, deren Mütter vor ihren kindlich unschuldigen Augen niedergemetzelt wurden. Das Indianerkind, das im Hagel von Kanonenkugeln mit angesehen hat wie sein Volk und seine Mutter schreiend und weinend starben. Das Judenkind, das nachts aus dem Bett gezerrt und mit seiner Mutter von brutalen Soldaten abgeholt gequält und getötet wurde. Wieso spürten wir nicht die Angst der Menschen, die im Kerker ihrer Verbrennung entgegen sehen mussten. Wieso haben wir nie an diese Menschen gedacht als wir ein Feuer entfachten?
Lieber Gott, ich musste doch Kariere machen. Unsere Firma war auf mich angewiesen. Ich hatte keine Zeit um mir darüber Gedanken zu machen. Ich habe das natürlich alles gewusst. Aber es war doch schon lange vorbei. Es war Vergangenheit. Was hätte ich denn noch tun können?
Er würde uns fragen was in unserem Leben wichtiger war; Mitgefühl oder Durchsetzungsvermögen und Führungsqualitäten.
Er würde uns sagen, dass er unsere Seele in jedem leidenden Kind wieder zur Welt bringen kann; zu allen Zeiten und in alle Völker.
Wir würden verstehen wie unwichtig unser tägliches Streben eigentlich war und wie wichtig Mitgefühl ist; zu allen Zeiten.

Wahrheit und Vernunft

Wie wird unsere Nachwelt einmal aussehen? Wie werden die Menschen leben und wie werden sie denken? Es mag sein, dass wir uns das Leben in einer fernen Zukunft nicht vorstellen können. Die Menschen aus der Vergangenheit konnten sich unsere Welt auch nicht vorstellen. Völker wachsen zusammen und lernen sich gegenseitig kennen. Die Welt wird kleiner durch die Technik unserer Zeit. Die Welt wird sich verändern. Die Menschen werden sich verändern. Auch in der Vergangenheit waren einige Menschen ihrer Zeit weit voraus. Wer sind diese Weisen heute? Was sagen sie? Menschen die viel über das Leben nachgedacht haben (Dichter, Philosophen, Propheten) stimmt man in vielen Punkten zu. Jedenfalls hört man ihnen gerne zu und man liest gerne ihre Texte und Zitate. Buddha, Jesus, Mohammed, ihre Weisheit ist übermenschlich. Ich bin den Worten dieser Menschen manchmal fasziniert und begeistert. Ihr Streben der menschlichen Vernunft nach Wahrheit, nach "letzten Gründen", insbesondere auch das Fragen nach der Stellung des Menschen in der Welt ist bewundernswert. Das mag so sein, weil ihre Meinung im Kern immer in die gleiche Richtung führt. Das mag der Beweis dafür sein, dass der Weg des Nachdenkens in eine Richtung, zu EINER Wahrheit und zu EINER Vernunft führt. Aber da liegen die Meinungen der heutigen Menschen weit auseinander. Eine Zukunft mit einer Wahrheit und einer Vernunft mag langweilig sein, sagen viele. Konflikte sind wichtig sagen andere. Es gibt nicht nur eine Wahrheit und eine Vernunft heißt es weiter. 

Ein Mann geht einen Weg entlang. Er ist gut zu Fuß. Für ihn ist der Weg nicht lang. Viele Menschen sagen: Das ist seine Wahrheit, weil er es so empfindet. Ein anderer Mensch, der nicht gut zu Fuß ist, geht den selben Weg. Für ihn ist dieser Weg sehr lang. Das ist dessen Wahrheit. Weil er es so empfindet. Die einzige Wahrheit ist aber: Der Weg ist und bleibt in beiden Fällen der selbe. Wir Menschen dürfen unser Empfinden nicht über die Wirklichkeit stellen. 

Es wundert mich manchmal mit wie viel intellektueller Geschicklichkeit, Menschen, aus diskussionssportlichen Gründen, Tatsachen unbewusst verdrehen.  

Wenn ich mich so umschaue in der Welt, wenn ich in andere arme Länder blicke und in die hilfesuchenden Gesichter hungernder Kinder sehe, dann frag ich mich wirklich wieso sich so viele Menschen keine bessere Welt vorstellen können. Der Bauplan für eine bessere Welt muss aber erst in unseren Köpfen entstehen bevor wir an Veränderungen denken können. So einfache Dinge wie „Du sollst nicht töten“ ist nicht immer selbstverständlich. „Warum sind Kriege da?“, sang Udo Lindenberg mit der Naivität eines Kindes. „..ich sage euch, wenn ihr nicht werdet wie die Kinder...“ sprach Jesus. Sollen wir die Welt mit den Augen unserer Kinder sehen, die unschuldig in die Welt geboren und dann mehr oder weniger von den Erwachsenen verdorben werden? Gibt es eine einzige Wahrheit die besagt: „Liebt euren Nächsten wie euch selbst“? 

Da es nur eine Wahrheit und eine Vernunft gibt, können wir das Gute und Weise aus alten Überlieferungen erst dann entdecken, wenn wir sie selbst begreifen können. 
Gruß
Rüdiger 

Die Angst vor dem eigenen Bildnis.
Es gibt viele Menschen die glauben, sie seien nicht fotogen. Sie laufen vor jedem Fotoapparat davon. Mit erhobenen Händen schützen sie sich vor dem, der sie fotografieren will. Und wenn sie dann doch auf Bilder zu sehen sind, wollen sie diese am liebsten vernichten. Immer wieder hört man die Ausrede, dass man auf Bildern nicht gut aussieht. Natürlich gibt es auch Leute, die sind so von ihrer Perfektion überzeugt, dass sie ihr Bild am liebsten auf der ganzen Welt veröffentlichen wollen. Aber das sind wieder andere Charakteren. Was ist eigentlich das Problem der Fotoscheuen? Sie sehen auf Bildern nicht anders aus als in Wirklichkeit. Solche Leute haben von sich selbst ein anderes Bild im Kopf, als das was sie auf Fotos erkennen. Sie sind enttäuscht. Sie wenden sich ab von der Wirklichkeit und ziehen sich wieder zurück in ihr Traumbildnis, das nur in ihrem Kopf existiert. Dabei sehen ihre Mitmenschen ständig in dieses „wirkliche Bildnis“. Die Mitmenschen erkennen nicht das Traumbild, sie erkennen nur den Charakter und das Verhalten das dem entspricht. Es ist schwierig sich selbst zu erkennen. Aber nur wer ehrlich zu sich selbst ist, kann auch aufrichtig zu anderen sein. Man sollte versuchen sein tägliches Verhalten wie in einem Film zu sehen. Man sollte sich ständig selber sehen können, sich selber mit den Augen anderer Menschen sehen. Das ist die Kunst der Selbsterkennung. Aber im Alltag hat man wenig Interesse am Philosophieren. Führungsqualitäten und Durchsetzungsvermögen sind eher Fähigkeiten die angestrebt werden. So wollen viele Menschen gesehen werden. Dabei muss man sich fragen, was man seinem Leben für einen Sinn gegeben hat. Was sind die Ziele die man erreichen will?.
Lieber Gott, ich musste doch Kariere machen. Unsere Firma war auf mich angewiesen. Ich hatte keine Zeit um mir darüber Gedanken zu machen. Ich hatte keine Zeit? Wirklich keine Zeit? Warum nicht? Man sollte lernen sein Spiegelbild zu erkennen. Man sollte lernen zu erkennen, wie man auf seine Mitmenschen wirkt. Man muss lernen sein Bild nicht zu scheuen. Man sollte sich intensiver mit Filmen und Bildern befassen auf denen man zu sehen ist. Das Ziel das man dadurch erreichen kann liegt weit weg. Aber es lohnt sich darauf zu zugehen. 

Freiheit

Der Mensch ist nicht geschaffen um alleine zu sein. Was ist Freiheit? Nun, wenn in einem Urwald ein Mensch abgeschieden von jeder Zivilisation geboren wird und dieser dann alleine dort lebt, ist er dann frei? Er wird arbeiten müssen um zu leben. Er wird sich einen Unterschlupf bauen oder suchen müssen. Er wird Nahrung suchen müssen. Er wird Kleidung brauchen um sich zu wärmen. Die Freiheit dieses Wesens kann hart und unbarmherzig sein. Der Mensch ist Sklave seiner eigenen Bedürfnisse und Gefühle. In wahrer Freiheit kann die Menschheit nur dann leben, wenn sie weise wird. Die Freiheit liegt in uns. Das Paradies liegt in uns. Gott ist in uns. Wir müssen nur danach suchen und danach leben. Die Freiheit liegt in der einzigen Vernunft und Wahrheit. Gott hat uns die zehn Gebote gegeben. Sie gelten für alle Menschen. Nicht nur für ein Volk. Buddha hat seinen "Edlen Achtfachen Pfad" gelehrt, dieser gilt auch für alle Menschen und ist im Sinn und Kern den zehn Geboten ähnlich. Also muss es eine einzige Vernunft und eine einzige Wahrheit geben. Auch wenn das einige Gelehrte nicht einsehen wollen. 

Klugheit tötet Weisheit; das ist eine der wenigen zugleich traurigen und wahren Tatsachen. Gilbert Keith Chesterton, britischer Schriftsteller (1874 - 1936)

Der Weg zur wahren Freiheit, Wahrheit, Vernunft und Meinungsfreiheit führt nur über die Weisheit. Adam und Eva lebten im Paradies, weil sie nicht vom Baum der Erkenntnis gegessen hatten. Doch als sie das getan hatten und lernten was gut und böse ist, lag ein langer schrecklicher Weg der Erkenntnis vor den Menschen. Wer vom Baum der Erkenntnis gegessen hat, kann nur im Paradies leben, wenn man weise und göttlich geworden ist. Wir müssen werden wie Jesus, wie Buddha, wie alle heiligen und Weisen die den Weg ins Paradies gefunden haben. Wir suchten das verlorene Paradies immer an bestimmten Orten auf der Erde. Die NASA sucht das verlorene Paradies vielleicht auf dem Mars oder der Venus. Aber in Wahrheit liegt es in uns. Es ist so nahe, wir trampeln darauf herum und können es doch nicht finden. Wir leben in einem der wenigen relativ freien Ländern. Unsere Aufgabe ist es, den anderen Menschen, die in den unterdrückten Ländern leben, zu helfen. Unsere Aufgabe ist es, die Freiheit in diese Länder hinaus zu tragen. Die Zukunft beginnt im Kopf bzw. im Geist, erst dann kann sie Wirklichkeit werden. Unser Tun sollte Kreise ziehen auf der Wasseroberfläche der Ewigkeit. Jeder, der anfängt hinzuschauen auf das was ist und anfängt zu denken, fügt einen Kreis hinzu. Und so entsteht allmählich ein immer größerer Kreis mit immer mehr Bewegung. Jeder tue das, was seinen Fähigkeiten entspricht, um an einer liebevollen Zukunft zu bauen! 

Ein ehrenwertes Leben

Was ist eigentlich ein ehrenwertes Leben? Wie kann man es beschreiben? Welche Werte sind dafür notwendig? Was muss ich tun um ehrenwert zu sein? Ist "ehrenwert sein" überhaupt noch wichtig in unserer Gesellschaft? Ist Ehre wichtiger als Erfolg? Geht beides zusammen? Oder muss man das Eine vom Anderen trennen? Ist derjenige ehrenwert, der glaubt ehrenwert zu sein? Ist derjenige ehrenwert, der von anderen "Ehrenwerten" als ehrenwert bezeichnet wird? Oder ist vielleicht derjenige ehrenwert, der es gar nicht weiß und vielleicht von den anderen "Ehrenwerten" missachtet wird. Um in unserer Zeit die Weichen in Richtung fernem Paradies zu legen, müssen wir uns einige besondere Werte bewahren. Es muss uns klar werden wie wichtig solche Werte sind. Ehre, Aufrichtigkeit, Pflichtbewusstsein, Ehrlichkeit und Genügsamkeit; mit solchen Steinen können wir ein Paradies für unsere Nachkommen bauen. Sie werden uns für unsere Arbeit dankbar sein. Dann müssten aber einige Menschen etwas an ihrer Denkweise ändern. Protzerei, Großtuerei, Überheblichkeit, Rücksichtslosigkeit und Dreistigkeit passen nicht mehr in das Bild einer heranwachsenden Zivilisation die ihren Nachkommen eine bessere Welt bauen will. Aber wollen wir überhaupt die Weichen legen, um unseren Nachkommen eine bessere Welt zu ermöglichen? Ich kann gut reden. Ich besitze keine Millionen die mich zum Angeben verführen und mir bestätigen, dass ich ein besonders ehrbarer Mensch bin, der es auch nach außen hin zeigen und beweisen muss. Der Mensch ist ein Showman. Mit ausgebreiteten Armen die Showtreppe hinab schreiten und die Bewunderung von anderen Menschen ernten; dieses Gefühl ist das höchste Glück auf Erden.  Aber sind wir Menschen weiter Opfer unserer Gefühle? Oder sind wir stark genug ihnen zu widerstehen? Eine bessere Welt verlangt uns einiges ab. Aber dafür ist sie auch besser. Fragt sich nur, ob wir auch diese Opfer bringen wollen.

Gut oder Böse?

In der Tierwelt gibt es kein Gut oder Böse. Die Tiere denken nicht nach, sie handeln rein instinktiv. Sie sind sich ihrer Taten nicht bewusst. Sie wissen nicht was sie tun. (Es soll Ausnahmen geben) Jesus sagte einst: "Herr, vergib ihnen! Denn sie wissen nicht was sie tun." Aber er meinte nicht die Tiere, sondern die Menschen die ihn kreuzigten. Wenn sie nicht wussten was sie taten, handelten auch die Menschen damals rein instinktiv. Jesus bat Gott, dass er ihnen vergibt, weil sie nicht wissen was gut und böse ist. Sie wussten nicht was sie taten. Wissen wir es heute? Viele Menschen wissen es. Es hat sich viel geändert. Aber einige Menschen ändern sich wohl nie. Sie können gut von böse nicht unterscheiden. Gewissenlos und ohne Skrupel gehen sie durchs Leben und sind sich ihrer Taten nicht bewusst. Ihre Kreativität macht ihr Handeln erst recht bösartig, brutal und abscheulich. Ein zivilisierter Mensch muss sich in das Leid den Schmerz und die Trauer eines anderen Menschen hineinversetzen können. Wenn alle Menschen das nachempfinden können was sie anderen antun, wird sich einiges auf dieser Erde ändern. Ein weiterer Schritt näher am Paradies.

Ich will ...

Warum tu ich das? Diese Frage stellte ich mir schon oft. Was ist die Triebfeder meines Handelns?

Warum möchte ich auf der Autobahn schneller sein als andere?
Warum muss ich mit teurer Kleidung und Schmuck beweisen wer ich bin?
Warum wünsche ich mir Applaus und Zustimmung zu ernten?
Warum möchte ich reich und reicher sein als andere?
Warum möchte ich unbedingt bewundert werden?
Warum möchte ich immer im Mittelpunkt stehen?
Warum möchte ich stärker, schöner oder besser sein als andere?
Warum durchbohre ich meinen Körper mit Schmuck?
Warum sage oder tue ich immer das, was meine Gesinnungsgenossen hören oder sehen wollen?

Die Antwort auf diese und viele andere Fragen findet man bereits in alten Schriften. Sie ist fast peinlich, denn offenbar ist sich dessen niemand bewusst. Die Triebfeder unseres Handelns ist unsere Sehnsucht nach Liebe und Bewunderung. Doch die Wege die gewählt werden um Liebe zu ernten sind nicht immer richtig. Viele Menschen sind sich dessen nicht bewusst und geraten oftmals auf Irrwege. Diese Irrwege sind oft Herrschaftsstreben, Skrupellosigkeit, Größenwahn, Prahlerei, Wichtigtuerei, Selbstmitleid, Selbstverstümmelung, Waghalsigkeit. Man könnte viele negative Eigenschaften aufzählen die eigentlich alle zu einem Ziel führen sollen; auf jeden Fall irgendwie auffallen und von jemanden geliebt und bewundert zu werden. Dabei ist es nicht immer wichtig von allen Menschen geliebt zu werden; es reicht wenn es einige tun. Nun stelle ich mir die Frage, wie viel Menschen der Liebe wegen sterben mussten oder der Liebe wegen betrogen oder verletzt wurden. Wenn uns allen bewusst wird, dass wir nur geliebt werden wollen und nicht alles Gold ist was glänzt, wird sich sicher einiges auf unserer Welt zum positiven ändern.