Kirche und Religion


Und die Erde ist doch rund und dreht sich um die Sonne. Dass die Erde keine Scheibe ist hat die Katholische Kirche in Rom erst 1822 zugegeben. Unter dem Druck der Tatsachen mussten sie schließlich die Lehre des Kopernikus anerkennen. Bis dahin hat die Kirche ihre Ansichten mit entsetzlicher Grausamkeit, Folter und bestialischen Morden vertreten. 

Giordano Bruno, 1548 in Neapel geboren, war ein italienischer Philosoph. Er verkündete mit dichterischer Leidenschaft die Lehre von der Unendlichkeit des Alls. Er hatte sich nicht gebeugt vor dem Heiligen Officium. Giordano Bruno beugte sich auch nicht nach siebenjähriger Haft. Für diese Unbeugsamkeit wurde er schrecklich bestraft. Am 17. Februar 1600 ließ die Kirchliche Inquisition Giordano Bruno in Rom auf dem Campo di Fiore (Denkmal) bei lebendigem Leib verbrennen. 

Galileo Galilei wusste wohl auf welch schreckliche Weise sein Vorgänger 33 Jahre zuvor sterben musste. Am 22. Juni 1633 sprach er die Abschwörungsformel: 

"Ich schwöre ab, verfluche und verwünsche mit aufrichtigem Herzen die genannten Irrtümer und Ketzereien. Ich schwöre auch, fürderhin weder schriftlich noch mündlich etwas zu sagen oder zu behaupten, wegen dessen ein ähnlicher Verdacht gegen mich stehen könnte." 

So wie Giordano Bruno, wurden Jahrhunderte lang Millionen unschuldiger Menschen  auf gleiche Weise bestialisch gefoltert und lebendig verbrannt. Die Inquisition verbreitete Angst und Schrecken wo immer sie auftauchten. Sie schreckten nicht einmal vor Massenhinrichtungen und Völkermord zurück. 

Allein in Europa waren dies Millionen von Hexen, Ketzern und Andersgläubigen. Das schrecklichste Wort aller Zeiten ist "Inquisition". Kaum zu glauben, dass Papst Pius IV den Großinquisitor Pedro Arbues, der eine ganze Familie wegen ihres anderen Glaubens bei lebendigen Leib verbrennen ließ, heilig gesprochen hat. Und das war kein Einzelfall. Im Mittelalter haben solch "Fromme Männer" Folterpraktiken entwickelt, die nur absolut perversen und bösartigen Gehirnen entsprungen sein konnten. Die grausamsten Verbrechen aller Zeiten wurden von der Kirche über Jahrhunderte lang  begangen und geduldet. Sogar das Lesen der Bibel war unter Todesstrafe verboten. Die mächtigen Kirchenfürsten in Rom haben es über Jahrhunderte fertig gebracht die Bevölkerung so einzuschüchtern und zu verdummen, dass sie in das gesellschaftlich notwendige Gefüge der Herrschenden hinein passten. Dabei haben sie ihren Besitz über Jahrhunderte, unter anderem, durch die Beschlagnahmung der Vermögen verurteilter Hexen und Ketzer, zusammengerafft. 

Die Ideologie, die solch entsetzliche Verbrechen wie Verbrennen ermöglicht, ist in beiden Amtskirchen bis heute nicht widerrufen. Doch wieso wird es einfach so ignoriert? 

Solange beide Amtskirchen diese Ideologie aufrecht erhalten und keine Reue zeigen, besteht die Gefahr, dass die Gewalt erneut die Menschelt heimsucht. 

Zitat:
"Nirgends auf Erden ist mehr Ordnung; überall, selbst von den höchsten Spitzen der Regierungen und Kirchen, wird Satan Besitz nehmen. Er wird nicht halt machen, die Spitzen der Regierungen und der Kirchen in seinen Bann zu schlagen"

"Überall auf Erden regiert Satan. Es wird unter den Kirchenführern zu gegenseitigen Kämpfen kommen, denn Satan tritt in ihre Reihen. In Rom wird es zu gewaltigen Veränderungen kommen, denn was faul ist, fällt, und was fällt, soll nicht gehalten werden, denn die Lehren der Kirchen sind verdunkelt."

"Wehe den Mächtigen und den Spitzen der Kirchen, wenn nicht von ihnen eine rasche Bekehrung ausgeht! Wehe, wehe, wenn es so bleibt, wie es jetzt ist!"
Botschaft von Fatima

Wer sich als Gläubig bezeichnet, muss sich von denen distanzieren, die in Gottes Namen solches Unrecht über die Menschen gebracht haben. Denn wer wirklich gläubig ist und die Botschaften der Bibel zu verstehen beginnt, der wendet sich voller Abscheu und Ekel ab von der Vergangenheit der Kirche. 

Zitat:
Und ich hörte eine andere Stimme vom Himmel, die sprach: Gehet aus von ihr, mein Volk, dass ihr nicht teilhaftig werdet ihrer Sünden, auf dass ihr nicht empfanget etwas von ihren Plagen; 

Offenbarung des Johannes  

Hier verlangt Gott von uns, dass wir nachdenken. Er verlangt, dass wir die Sünden erkennen die gemacht wurden und gemacht werden. Er verlangt, dass wir unsere Augen aufmachen. Er verlangt, dass wir unsere Konsequenzen daraus ziehen. 

Aber wie hat das alles eigentlich begonnen?

Es war vor langer Zeit, als die Menschen langsam zu denken begannen. Sie erfanden Werkzeuge, konnten mit Feuer umgehen und entwickelten ein anderes gemeinschaftliches Bewusstsein. Sie tauschten Gegenstände und erfanden Zahlungsmittel. Aber neben diesen praktischen Errungenschaften, machten sich die Menschen auch Gedanken über alles was sie sich nicht erklären konnten. Sie entwickelten neben ihrer Kreativität auch Fantasie und erfanden Götter für alles Unerklärliche. Zum Beispiel dafür:   

Zitat:
1 Als sich die Menschen über die Erde hin zu vermehren begannen und ihnen Töchter geboren wurden,
2 sahen die Gottessöhne, wie schön die Menschentöchter waren, und sie nahmen sich von ihnen Frauen, wie es ihnen gefiel.
3 Da sprach der Herr: Mein Geist soll nicht für immer im Menschen bleiben, weil er auch Fleisch ist; daher soll seine Lebenszeit hundertzwanzig Jahre betragen.
4 In jenen Tagen gab es auf der Erde die Riesen, und auch später noch, nachdem sich die Gottessöhne mit den Menschentöchtern eingelassen und diese ihnen Kinder geboren hatten. Das sind die Helden der Vorzeit, die berühmten Männer.

Genesis Kapitel_6

Hier ist von "Gottessöhnen" die Rede. Sind nicht auch die Menschen "Kinder Gottes"?  Aber wer waren diese "Gottessöhne". Also, welche "Kinder Gottes" haben damals die Erde besucht? Sie kamen vom Himmel um auf der Erde Frauen zu "nehmen".  Diese "Gottessöhne" hatten mit den Menschen offenbar leichtes Spiel. Denn neben der Fantasie entwickelte sich bei den Menschen ein Götterwahn, der bis in die heutige Zeit hinein das klare Denken und den Realitätssinn bei weitem übertrumpft. 

Zitat:
32:7 Da sprach der Herr zu Mose: Geh, steig hinunter, denn dein Volk, das du aus Ägypten heraufgeführt hast, läuft ins Verderben. 32:8 Schnell sind sie von dem Weg abgewichen, den ich ihnen vorgeschrieben habe. Sie haben sich ein Kalb aus Metall gegossen und werfen sich vor ihm zu Boden. Sie bringen ihm Schlachtopfer dar und sagen: Das sind deine Götter, Israel, die dich aus Ägypten heraufgeführt haben.

Exodus

Moses lies sein Volk eine Weile allein und schon hatten sie sich einen neuen Gott gebaut. Wenn es uns heute gelänge mit einer Zeitmaschine in die Vergangenheit zu fahren, wären auch wir, für die dortigen Menschen, Götter. Wenn wir ihnen dann sagen würden sie müssten einmal im Jahr mit dem Kopf gegen die Wand rennen bis es blutet, würden sie es tun; ohne nachzudenken und ohne zu zögern, bis in unsere heutige Zeit und darüber hinaus. Daneben würden in unserem Namen Lügengeschichten hinzugedichtet, die nicht das geringste mit unserem Erscheinen zu tun hätten. Diese religiöser Verblendung, die oft an unsere Kinder weiter gegeben wird, sorgt auch in unserer Zeit, trotz Fortschritt, für Blut und Tränen. 

Zitat:
Denn das Herz dieses Volkes ist hart geworden, und mit ihren Ohren hören sie nur schwer, und ihre Augen halten sie geschlossen, damit sie mit ihren Augen nicht sehen und mit ihren Ohren nicht hören, damit sie mit ihrem Herzen nicht zur Einsicht kommen, damit sie sich nicht bekehren und ich sie nicht heile.
Evangelium nach Matthäus 15

Gott verlangt von uns Weitsicht und Weisheit. Doch warum ist ein Umdenken so schwer? Viele Menschen neigen dazu, einen einmal eingeschlagenen Weg nicht zu verlassen. Ohne nachzudenken gehen sie weiter, weil sie diesen Weg immer gegangen sind. Aber eine bessere Welt ist nur mit Weisheit zu erreichen. Mit Weisheit die Bibel lesen wäre ein Anfang.

Wieso zum Beispiel, gibt es solche Gegensätze?

Zitat:
Das Buch Jesaja
1:11 Was soll ich mit euren vielen Schlachtopfern?, spricht der Herr. Die Widder, die ihr als Opfer verbrennt, und das Fett eurer Rinder habe ich satt; das Blut der Stiere, der Lämmer und Böcke ist mir zuwider.

Doch dann, einige Zeilen später:

Zitat:
34:6 Das Schwert des Herrn ist voll Blut, es trieft von Fett, vom Blut der Lämmer und Böcke, vom Nierenfett der Widder; denn der Herr hält in Bozra ein Opferfest ab, ein großes Schlachtfest in Edom.

Entweder hat Gott seine Meinung schnell geändert, oder die Menschen haben einfach nicht verstanden was er meinte. Sie haben nicht zugehört und wieder mal ihre eigene Philosophie in die Heilige Schrift integriert. 
Gott - wie auch immer er in den verschiedenen Religionen genannt wird - war und ist oft gut, um die schaurigsten und brutalsten Taten zu rechtfertigen. Wenn wir zusammenfassen entsteht ein Bild, das über Jahrtausende nichts anderes über Ihn aussagt wie Krieg, Mord, und Folter. Selbst in unserer fortschrittlichen Zeit wird der Weg in die Zukunft mit einer religiösen Mauer versperrt die mit Blut getränkt ist. Wer an Gott glaubt, sollte ihn nicht so schamlos missbrauchen und imstande sein, seine Worte von den Lügen zu unterscheiden; auch dann, wenn sie in heiligen Büchern stehen. 

Zitat:
2.Mose 11,5
"Und alle Erstgeburt in Ägyptenland soll sterben, vom ersten Sohn des Pharao an, der auf seinem Thron sitzt, bis zum ersten Sohn der Magd, die hinter ihrer Mühle hockt und alle Erstgeburt unter dem Vieh"  

2.Mose 11:7 
Doch gegen keinen der Israeliten wird auch nur ein Hund die Zähne fletschen, weder gegen Mensch noch Vieh; denn ihr sollt wissen, dass Jahwe zwischen Ägypten und Israel einen Unterschied macht.

2.Mose 11,29
"Und zur Mitternacht schlug der Herr als Erstgeburt in Ägyptenland vom ersten Sohn das Pharao an, der auf seinem Thron saß, bis zum ersten Sohn des Gefangenen im Gefängnis und alle Erstgeburt des Viehs."  

Sind das "Worte Gottes"? Alle Menschen sind gleich, doch das Volk Israel ist gleicher? Dies ist nur ein Beispiel von vielen Grausamkeiten und unverständlichen, unglaubhaften Überlieferungen die in der Bibel stehen. Wenn ich heute aus der Bibel zitiere fragt man mich immer in welcher Bibel das steht. Viele "Menschen" haben an diesem Buch geschrieben und viele "Menschen" haben es in andere Sprachen übersetzt. Vielleicht ist es Gottes Wille, dass wir die falschen Lehren erkennen, und nach dem Gefühl leben, das tief in unseren Herzen existiert. Denn kein Mensch wird böse und gewalttätig geboren. Wer aber nach diesen falschen Lehren lebt, wird böse gemacht. Wenn dies wirklich die Worte Gottes wären, würde ich mich voller Entsetzen von Ihm abwenden. 

Zitat:
Und der Teufel führte ihn hoch hinauf und zeigte ihm alle Reiche der Welt in einem Augenblick und sprach zu ihm: Alle diese Macht will ich dir geben und ihre Herrlichkeit; denn sie ist mir übergeben, und ich gebe sie, wem ich will. Wenn du mich nun anbetest, so soll sie ganz dein sein. Jesus antwortete ihm und sprach: Es steht geschrieben  «Du sollst den Herrn, deinen Gott, anbeten und ihm allein dienen.»

Vielleicht war Jesus der Einzige, der dem Bösen widerstehen konnte. Der Teufel wird nicht als Person vor uns treten, sondern als Versuchung und Fanatismus. Das Böse beherrscht die Erde und steuert das Schicksal. (...denn sie ist mir übergeben, ) Weisheiten aus heiligen Schriften werden blind akzeptiert; ob sie nun "göttlich" oder "teuflisch" sind. 

Zitat:
»Ein Mann, der mit der Frau seines Nächsten die Ehe bricht, wird mit dem Tod bestraft, der Ehebrecher samt der Ehebrecherin«
(3. Mose, 20.10) ...

Ein Göttliches Gebot? Nie im Leben. Das haben Menschen dazugeschrieben. 
Aber die Krönung aller Grausamkeit, und vielleicht sogar die Wurzel aller späteren kirchlichen Barbareien kann in diesem Gebot liegen:

Zitat:
"Wenn sich die Tochter eines Priesters als Dirne entweiht, so entweiht sie ihren Vater: sie soll im Feuer verbrannt werden."
(3. Mose, 21,9)

Diese "Göttlichen Aussagen" von Moses, sind entweder von ihm selber frei erfunden, oder (was wahrscheinlicher ist) später von Schriftgelehrten verfälscht worden. Denn andererseits werden solche Urteile und Taten, in denen Menschen verbrannt werden, geächtet. Wie dieses Beispiel zeigt, und wieder die Gegensätze demonstriert.

Zitat:
"Sie haben sogar ihre Söhne und Töchter im Feuer verbrannt, wenn sie ihren Göttern dienten."
Dtn 12,29-31

Aber um das zu erkennen, hätte man ja mal kritisch über alles nachdenken müssen was in der Bibel steht. Statt dessen wird stur behauptet, dass alle Schreiber der Bibel von Gott inspiriert waren. Nie im Leben war das so.

Wenn man das Alte Testament heute noch wörtlich nehmen würde dann...

  • könnte man sich Sklaven halten - allerdings nur Menschen aus den Nachbarländern. ( Leviticus 25,44)

  • dürfte man seine Tochter als Sklavin verkaufen. ( Exodus 21,7)

  • müsste man seinen Sohn steinigen lassen, wenn er flucht. (Leviticus 24,16)

  • wird man getötet, wenn man fremd gegangen ist. (Leviticus 20,10)

  • ist man als Frau während der Menstruation unrein - und alles was man berührt ebenfalls. (Leviticus 15,19-24)

  • muss man dafür sorgen, dass alle schwulen Bekannte getötet werden (Leviticus 20,13 und 18,22)

  • muss man seine Tochter steinigen lassen, wenn sie vorehelichen Sex hatte (Deuteronomium 22,20-21)

  • darf man jeden töten, den man am Samstag bei der Arbeit ertappt (Exodus 35,2)

  • usw. usw.

Wieso gibt es dann das Gebot "Du sollst nicht töten"? Aber auch heute noch wird im Namen Gottes (oder wie man ihn auch immer nennt) gemordet. Obwohl einerseits in den heiligen Büchern das Töten und die Selbsttötung verboten sind, hält man sich viel lieber an die Stellen, in denen es erlaubt ist. Sie glauben auf Gottes Weg zu sein, aber sie wandeln auf des Satans Pfaden und sind Werkzeuge der Mächtigen ohne es zu merken. Einige "Gläubige" glauben sogar den Märtyrertod sterben zu müssen; in Wahrheit sind sie aber nur bedauernswert verblendete Wesen, die in alle Ewigkeit große Schuld auf sich geladen haben. 

Zitat: Aus dem Koran
32.Deshalb haben Wir den Kindern Israels verordnet, dass, wenn jemand einen Menschen tötet, ohne dass dieser einen Mord begangen hätte, oder ohne dass ein Unheil im Lande geschehen wäre, es so sein soll, als hätte er die ganze Menschheit getötet; und wenn jemand einem Menschen das Leben erhält, es so sein soll, als hätte er der ganzen Menschheit das Leben erhalten. ......
5.Der Tisch (Al-Máedah).

21.Wahrlich, jenen, die nicht an Allahs Zeichen glauben und die Propheten ohne rechtlichen Grund töten und jene Menschen töten, die zur Rechtschaffenheit ermahnen, denen verkünde schmerzliche Strafe. 
3.Das Haus Ìmráns (Al-Ìmrán).

151.Sprich: .... und ihr sollt niemanden töten, dessen Leben Allah unverletzlich gemacht hat, außer wenn dies gemäß dem Recht geschieht. Das ist es, was Er euch geboten hat, auf dass ihr es begreifen möget. 
6.Das Vieh (Al-Anám).

93.Und wer einen Gläubigen vorsätzlich tötet, dessen Lohn ist Gahannam, worin er auf ewig bleibt. Allah wird ihm zürnen und ihn von Sich weisen und ihm eine schwere Strafe bereiten.
4.Die Frauen (An-Nisá).

92. Keinem Gläubigen steht es zu, einen anderen Gläubigen zu töten, es sei denn aus Versehen. .......
4. An-Nisá

Nur Gott selbst (oder Allah ) weiß wer wirklich Gläubig ist. Ein Gott der Liebe und der Barmherzigkeit will keine Gewalt unter den Menschen. Worte der Gewalt sind Worte des Satans, die wir für Worte Gottes halten. Wer an Gott glaubt, sollte ihn nicht so schamlos missbrauchen. Die Menschen geben ihm die verschiedensten Namen, glauben aber alle an das gleiche allmächtige Wesen. Und dennoch muss dieses Wesen zusehen, wie sie in seinem Namen, morden, bomben und massakrieren. Und das nur, weil ihn so viele Menschen für sich beanspruchen und die verschiedenen Glaubensanhänger annehmen, dass ER nur unter dem IHNEN bekannten Namen existiert. Alle Anderen sind UNGLÄUBIGE? Wer Menschen ermordet, ist nicht gläubig. Wenn ich darüber nachdenke, dass "angeblich gläubige Menschen" Bomben legen und gar nicht wissen wen sie eigentlich damit töten, dann schaudert es mich vor so viel blindem Hass. Sie nehmen sogar in Kauf, dass Glaubensbrüder durch Zufall von den Bomben getötet werden. Das ist dann KEIN Versehen, sondern VORSÄTZLICHES Töten von Glaubensbrüdern.

Es gibt Menschen, die glauben weder an das Böse, noch an das Gute. Sie suchen den Weg zu Gott überhaupt nicht. Es sind Menschen, die nur mitleidig lächeln, wenn jemand über mehr spricht als das alltägliche, das wir sehen, greifen und fühlen können. Das sind die einzigen Menschen, auf die der Begriff "Ungläubige" passt. Dem schwachen Geist ist alles scheißegal. Solche Menschen werden auch Gott scheißegal sein.

Wer im Vertrauen auf das Fleisch sät, wird vom Fleisch Verderben ernten; wer aber im Vertrauen auf den Geist sät, wird vom Geist ewiges Leben ernten.
Galater 6,8

Der Weg zu Gott führt durch ein Labyrinth. Viele glauben den richtigen Weg gefunden zu haben. Und viele Menschen folgen denen, die das von sich behaupten. Wenn der Weg jedoch falsch war, steht jeder dumm vor einer Mauer, wo es nicht weiter geht.
Eines Tages, geht der Satan in das Labyrinth und sammelt alle die armen Seelen auf, die dort immer noch blind, taub und dumm umher irren. Ihm ist es egal in welcher Ecke er sie findet, er nimmt alle mit. 

Wer Opfer erzeugt, wird eines fernen Tages selbst zum Opfer werden. Dann gibt es keine Rückkehr. 

Wir stehen heute an der Schwelle zu einer neuen Zeit. Dort sollte es uns gelingen selbst zu wissen was gut und böse ist, was gerecht und ungerecht ist. In Zukunft ist weder Platz für Fanatismus, noch für Gleichgültigkeit. Es ist an der Zeit Bücher wie die Bibel hart zu kritisieren. Wenn jedoch nur ein wahres Wort eines barmherzigen Gottes darin steht, muss man dieses Wort erkennen und verstehen. Neben den vielen Rätsel, Gewaltaufforderungen, Drohungen und Widersprüche stehen auch unzählige Weisheiten in der Bibel über die man einmal nachdenken sollte. Nur wer offen ist für alle Weisheiten dieser Welt, kann auch die Wahrheit von den Lügen der alten Schriften unterscheiden. 

Hier wieder ein Vergleich mit der Bibel:

Der "Edlen Achtfachen Pfad" der Buddhisten.

Rechte Erkenntnis. Sie bezieht sich auf die Erkenntnis der wahren Natur der Daseinserscheinungen.

Rechte Gesinnung. Das ist die entsagende, hasslose, friedfertige Gesinnung, die durch Entwicklung von Liebe, Güte und Mitgefühl gefördert wird.

Rechte Rede. Das ist das Vermeiden von Lüge, übler Nachrede, von Rohheit und Schwätzerei.

Rechte Tat. Das ist das Vermeiden von Töten oder Verletzen (Tiere inbegriffen), von Stehlen sowie Drogengebrauch.

Rechter Lebenserwerb. Das ist die Ausübung einer Tätigkeit, durch die andere Wesen keinen Schaden erleiden.

Rechte Anstrengung. Das ist das Bemühen, unheilsame, üble Dinge zu vermeiden und zu überwinden und heilsame Dinge zu erwecken und zu erhalten.

Rechte Achtsamkeit. Das ist das aufmerksame Betrachten der in Körper und Seele ablaufenden Vorgänge.

Rechtes Sich-Versenken. Das ist die Schulung und Einübung in die Meditation, in die Entfaltung des Geistes und der Seele zur Erlangung eines neuen Bewusstseinszustandes.

Natürlich gibt es auch die Zehn Gebote die in der Bibel stehen. Aber in der Bibel geht es nicht ohne Drohen:

Zitat:
...Denn ich, der HERR, dein Gott, bin ein eifersüchtiger Gott, der die Missetat der Väter heimsucht bis ins dritte und vierte Glied an den Kindern derer, die mich hassen...
Die zehn Gebote
(vgl. 5. Mose 5,6-18)  

Vielleicht schaut Gott wirklich auf uns herab und ärgert sich über unseren Streit, über unsere Dummheit, Engstirnigkeit und unseren  Götterwahn. Und er ärgert sich seit Urzeiten, weil in seinem Namen solch entsetzliche Dinge geschehen, und weil so vieles seinen Worten hinzu gedichtet wurde. 

Wenn die Menschen erwachsen werden wollen, müssen sie imstande sein selbst Entscheidungen zu treffen. Die alten Schriften wurden zwar oft gelesen und studiert, wer aber hat sie in der Vergangenheit wirklich verstanden? Nun ist die Zeit gekommen zu verstehen. Aufgeschlossenen Menschen lesen die heiligen Schrift heutzutage mit anderen Augen. Es werden Fragen gestellt die früher niemand auszusprechen wagte. Wir sollten zweifeln an vielen Worten, an den Mächtigen der Kirchen und an der Unfehlbarkeit unserer religiösen Lehrer. 

Zitat:
Bald darauf kommt es ihm in der Kirche San Damiano vor; als spräche ihn Christus vom Kreuz herab an: "Wenn du nicht weißt, was du tun sollst - du siehst doch: mein Haus ist halb zerfallen. Mach dich nützlich und baue es wieder auf!" Franz zögert nicht lange und legt Hand an.
Franziskus von Assisi    1182 - 1226

Da fingen die Juden an und sprachen zu ihm: Was zeigst du uns für ein Zeichen, dass du dies tun darfst? Jesus antwortete und sprach zu ihnen: Brecht diesen Tempel ab, und in drei Tagen will ich ihn aufrichten. Da sprachen die Juden: Dieser Tempel ist in sechsundvierzig Jahren erbaut worden, und du willst ihn in drei Tagen aufrichten? Er aber redete von dem Tempel seines Leibes. Als er nun auferstanden war von den Toten, dachten seine Jünger daran, dass er dies gesagt hatte, und glaubten der Schrift und dem Wort, das Jesus gesagt hatte.
Die Tempelreinigung

Heute ist es an uns ein neues Haus aufzubauen. Das alte Haus, das Jesus gebaut hat, ist zerfallen. Statt dessen hat der Satan ein neues errichtet. Wir müssen Mut fassen zur Veränderung. Dazu müssen wir uns frei machen von programmierten Wissen. 

Der Mensch sollte lernen seine religiösen Bücher zu beherrschen. Er sollte aber aufhören sich von ihnen beherrschen zu lassen.

Was wird von uns erwartet?

  1. Lernen zu meditieren, um über sich selbst und das Leben nachzudenken.

  2. Lernen mehr zu sehen, als uns im Alltag begegnet.

  3. Lernen sich selbst durch die Augen anderer zu sehen, und sein eigenes Bildnis zu erkennen.

  4. Lernen Hektik und Unruhe mit Besonnenheit und Harmonie zu begegnen.

  5. Lernen zu leben ohne anderen zu schaden. 

  6. Lernen als Teil der ganzen Menschheit zu existieren und funktionieren.

  7. Lernen Freude und Leidenschaft aber auch Leid und Elend anderer Menschen nachzuempfinden. 

  8. Lernen, dass alle Menschen gleich sind, egal welcher Religion sie angehören oder aus welchen Volk sie stammen.

  9. Lernen alles Leben zu respektieren, um das Töten oder Verletzen zu vermeiden.

  10. Lernen schlechte Eigenschaften und Gefühle wie Zorn, Hass, Habgier, üble Nachrede, Schwätzerei, Rohheit und Neid zu besiegen.

  11. Lernen sich selbst nicht höher einzuschätzen als andere.

  12. Lernen dass Intelligenz nicht gleich Weisheit ist.

  13. Lernen frei zu denken, um wirklich gut von böse unterscheiden zu können.

  14. Lernen gutmütig auf seine Umwelt einzuwirken.

In letzter Zeit (um 2000) wenden sich immer mehr Christen von der Kirche ab. Aber gibt es deshalb weniger gute Menschen? Früher gingen die Leute in die Kirche, weil es zu ihrer Bürgerpflicht gehörte und weil sie Angst vor der Hölle hatten. Man musste in die Kirche gehen. Ganz fromme Kirchgänger achteten schon darauf wen sie Sonntags dort sahen und wen nicht. Heute findet man nur noch "Freiwillige" in der Kirche. Diese paar Freiwilligen sind Gott lieber als ein volles Haus von Leuten die nichts verstanden haben; die nur gelernt haben zu gehorchen.  Diese Veränderung wird einmal jede Religion treffen, nämlich dann wenn die Menschen anfangen zu denken. Aber dies sollte nicht in der Gleichgültigkeit enden. Es kommt nicht darauf an wer oder was man war, sondern wie man war. Und es kommt darauf an, dass uns klar wird, dass eine Zukunft nur auf Weisheit aufgebaut werden kann. Die kleinen Priester, die in Gotteshäusern Nächstenliebe predigen, können nichts für die Verbrechen die andere im Namen ihrer Götter begehen oder begangen haben. In den Gotteshäusern predigt jemand von Nächstenliebe und Zuhause läuft ein Horrorfilm im Fernsehen. Wenn niemand mehr freiwillig in die Gotteshäuser geht und den Priestern zuhört wenn sie vom zivilisierten harmonischen Leben reden, der gibt der anderen Seite eine gute Chance ihrerseits zu predigen. Diese Predigten finden täglich im Fernsehen, im Kino, in Videotheken und in Computern statt. Und dort gehen zur Zeit wesentlich mehr Freiwillige hin und lassen sich beeinflussen als in die Häuser Gottes. Darum wende ich mich nicht von den Häusern ab, in denen friedliche Worte gepredigt werden. Allerdings wird es Zeit ein neues Haus Gottes zu bauen. Viele Religionen schauen auf eine grässlich barbarische Vergangenheit zurück, und andere betreiben immer noch diese Grausamkeiten. Lasst uns etwas tun, damit unsere Nachwelt eine Chance hat! Lasst uns an dem Haus weiter bauen, das Jesus Christus gebaut hat und an dem Franz von Assisi weiter gearbeitet hat. Dazu müssen alle Menschen neu lernen mit der Religion umzugehen. 

Das neuzeitliche denken bewirkt, dass wir uns langsam aber sicher von den religiösen Fesseln lösen. Dabei dürfen wir Gott nicht vergessen. Man sollte ihn nur endlich mit anderen Augen sehen. Am Himmelstor steht niemand der Ausweise oder Kirchenbücher überprüft. Diese Annahme ist so lächerlich, dass mir die Finger zittern beim schreiben dieser Zeilen. Und doch glauben immer noch Menschen, dass sie sich den Eintritt ins Paradies erkaufen, erheucheln oder ermorden können. Wenn es tatsächlich eine Gerechtigkeit nach dem Tod gibt, dann sind wir unsere eigenen Richter. Wir werden erkennen wie dumm wir uns im Leben benommen haben und unsere Seele wird schwer darunter leiden. Aber wenn wir erst nach dem Tod erkennen wie wir uns auf Erden benommen haben, ist es zu spät. 

Zitat Buddhismus:
Der Sinn des Lebens liegt nun darin, durch Erlangung der rechten Erkenntnis und durch richtiges ethisches Verhalten den Kreislauf des Sterben und Geborenwerdens zu durchbrechen. Um beides, um die rechte Erkenntnis und das rechte Handeln, soll sich der Mensch Zeit seines Lebens strebend bemühen. Er soll nach Möglichkeit frei werden von Begehren, üble Taten vermeiden und sich so oft wie möglich aus dem Alltagsleben zurückziehen zur Meditation.

Aber solange wir Böses tun um "Gutes" zu verbreiten, ist es hoffnungslos an Frieden auf der Welt zu denken. Es gibt noch so viele Schwerter auf der Welt die in Gottes Namen benutzt werden. Unsere Götter werden noch zu oft missbraucht. Wir hatten lange genug Zeit um das zu verstehen was gepredigt wurde. Ihm wäre es sicher lieber wenn nicht tausend Seiten auswendig gelernt, sondern ein Satz wirklich verstanden würde. 

Wer kann schon beten, wenn er mit seinen Gedanken bei einem auswendig gelernten Text ist? 

Warum tun sich die Menschen so schwer über religiöses nachzudenken? Sie tun es nicht einmal bei einem Gebet. 

Wir mussten Gebete auswendig lernen und sie dann perfekt herunterleiern können. Wir dachten nicht über deren Inhalt nach. Wir dachten überhaupt zu wenig nach. Mir wurde erst viel später bewusst, dass viele Menschen erst dann beten lernen, wenn sie aus einer Notlage heraus Gott um Hilfe bitten. Beten heißt auch meditieren. Aber meditieren will gelernt sein. Viele Menschen haben zu wenig Zeit für sich selbst. Alle Menschen sollten sich täglich eine Auszeit gönnen. Ein paar Minuten abends bei gedämpftem Licht zurücklehnen, entspannende Musik hören, kein Fernsehen, keine störenden Geräusche und keine Störung irgendwelcher Art. Man sollte versuchen in dieser Zeit zu meditieren. Dazu ist es nötig zu lernen wie man sich selbst sehen kann. Wer hat Angst sich fotografieren zu lassen? Vielleicht, weil man sich dort selber sieht? Man muss lernen die Welt mit den Augen anderer zu sehen. Wer richtig meditieren kann, der kann auch richtig beten. Alles andere, sind nur leere Worte, und heruntergeleierte auswendig gelernte Texte die nie verstanden wurden. Wer beten will, der sollte selber sprechen, und nicht alte Lobestexte lesen. Wenn alle Menschen richtig beten (meditieren) können, sind wir dem Paradies wieder ein Schritt näher gekommen. 

Letztendlich kann uns nur der Wille zur Barmherzigkeit weiterhelfen. Wer Gewalt säht wird Gewalt ernten. Es wird Zeit, dass die Menschheit aufwacht und lernt. Und dazu gehört auch der Umgang mit den Religionen und der Umgang mit Gott. Die Menschen unserer fortschrittlichen Zeit sollten sich endlich darüber im Klaren sein, dass niemand vorm Himmelstor steht und uns nach unserem Religiösen Verhalten fragt. Einzig und allein das barmherzige Verhalten zählt, und das muss ein Großteil der Menschen erst noch lernen. Wenn wir nur das machen, was uns ein "scheinbar Gelehrter" sagt, legen wir unser Schicksal in die Hände fremder Menschen. Aber am Ende ist jeder selbst für sein Handeln verantwortlich. Wer das erst am Jüngsten Gericht verstanden hat, kann sich schon mal nach dem Weg zur Hölle umsehen. 

Möge Gott uns Mut und Weisheit geben in Zukunft das Richtige zu tun.