Umwelt und Nachwelt


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Flutlicht für die Erde.

Wenn man so durch die nächtlichen Straßen der Städte spaziert glaubt man, dass um die Wette beleuchtet wird. Besonders unsinnig erscheint die Beleuchtung von Industrieanlagen an Ruhetagen und Wochenenden. Es ist kein Mensch auf dem Gelände, und trotzdem ist jede Ecke beleuchtet. Sogar in Büroräumen brennt immer noch irgendwo Licht oder gedimmte "Nachtbeleuchtung". Da fragt man sich, ob da wirklich jede Lampe brennen muss. Überall Licht und kein Mensch ist weit und breit zu sehen. Die Beleuchtung der Schaufenster ist noch verständlich. Auch Werbebeleuchtung lässt sich kaum weg denken. Schön beleuchtete Städte können auch schön sein. Mann muss sich nur fragen, ob, wann und wo solche Beleuchtungen sinnvoll sind.

Wer gerne den nächtlichen Sternenhimmel beobachten will, muss dann schon weit raus fahren, aufs Land.  

Dass nachtaktive Tierarten unter der Helligkeit leiden, dürfte auch klar sein. Zugvögel, Insekten, ja viele Tierarten werden durch die Lichter in die Irre geleitet.

Auch der Mensch möchte nicht immer in, von außen beleuchteten Wohnungen, leben. Auch der Mensch braucht Dunkelheit und Ruhe, um sich zu regenerieren. 

Nun kann man nicht alle Lichter abdrehen, denn Helligkeit bedeutet Sicherheit und ermöglicht viele gesellschaftliche Aktivitäten. Andererseits bedeutet überflüssige Beleuchtung Energieverschwendung mit negativen Effekten auf das Klima, Flora und Fauna. Wirkt das überflüssige Licht negativ auf Insektenarten, kann das gravierende Auswirkungen auf die Natur haben; und somit auf uns Menschen. Daher müssen wir uns wirklich ernsthaft die Frage stellen, ob wirklich Nachts überall Lampen brennen müssen. 

In einer Zeit in der man eigendlich Energie sparen sollte, fragt man sich, wieso die Stromlieferanten nicht Alarm schlagen. Wenn der Energiebedarf immer höher wird, müssen sie ja imstande sein diesen abzudecken. Aber niemand sagt etwas, denn es ist ja gut für das Geschäft. Und notfalls baut man halt noch ein paar Atomkraftwerke mehr. Muss daher in jedem Abgelegenen Materiallager Flutlicht brennen?. 

Papier aus dem Regenwald

In der heutigen Zeit gibt es immer mehr tragbare Lesegeräte, Mini-Computer oder Netbooks, mit denen man ganze Bibliotheken mit sich führen kann. Die Bücher, die man mit diesen Lesegeräten und Computer lesen kann, nennt man "eBooks". Diese eBooks sind Bücher, die als digitale Datei im Angebot sind. Trotzdem sind es richtige Bücher. Nicht der Ledereinband macht ein gutes Buch aus, sondern der Inhalt.

Aber ohne Papier scheint nichts mehr zu funktionieren. Jedes Jahr verbraucht der Bundesbürger durchschnittlich 236 kg Papier für Kaffeefilter, Zeitung, Magazin, Getränkekarton, Büropapier oder Taschentuch (Stand 2004). Mit der Entwicklung der Computertechnik wurde das „papierlose Büro” vorausgesagt. Doch davon sind wir weit entfernt. Der Papierverbrauch hat sich seit 1950 mehr als versiebenfacht – Tendenz steigend. Darum sollten wir nicht den Mann mit der Motorsäge verurteilen, der verbotenerweise in Geschützen Regenwälder Bäume fällt; sondern uns selbst. Ganze Landstriche wurden bereits für die Papierproduktion abgeholzt und nicht wieder aufgeforstet. Leidtragende sind wie immer die einheimischen Bewohner sowie die Tier- und Pflanzenwelt. Neben dem Waldverbrauch ist die Papierherstellung ein Ressourcen verbrauchender Prozess. Darüber hinaus ist die Papierindustrie der fünftgrößte industrielle Energieverbraucher weltweit. Die Papierindustrie verschmutzt vor allem auch in den Entwicklungsländern die Flüsse durch schlecht geklärtes Abwasser.

Darum sollten wir einmal nachdenken ob es wirklich sooooo unbequem ist, wenn man ein Buch an einem Netbook oder Lesegerät liest? Man kann auch die Fernsehzeitschrift auf den PC bestellen. Siehe TV-Genial (Hörzu)! Auch die News kann man auf den PC, und neuerdings auch auf das Lesegerät, abonnieren.

Aber, sind wir überhaupt bereit umzudenken? Sind wir überhaupt imstande dazu? Obwohl diese Fakten lange bekannt sind, sind wir nicht bereit dies zu akzeptieren und wahrzunehmen. Wir können aus unserem eingefahrenen Lebensverhalten nicht raus. Von Menschen die viel lesen, erwartet man eigendlich nicht, dass sie empört abwinken und verächtlich mit den Augen rollen, wenn man sie darauf anspricht. Wir beschweren uns, dass der Regenwald abgeholzt wird, ändern aber nicht unser Verhalten. Wir haben die Säge in der Hand; nicht der Mann im Wald. Sägen wir weniger Bäume ab! Helfen Sie mit!

Und das Regal im Wohnzimmer sieht auch schöner aus wenn dort "symbolisch" Bonsaibäume stehen, statt Potter und Eragon.  

Möbel aus Regenwaldholz.

Sind Sie sicher, dass Sie nichts zutun haben mit dem Abholzen der Regenwälder? Sind Sie das wirklich? Haben Sie Holzrahmen? Aus was für Holz bestehen Ihre Schränke? Aus heimischen Wäldern? Sind Sie sicher?  Ja sogar der Holzgriff des Messers in der Schublade oder im Werkzeugkasten kann aus Holz bestehen, das aus verbotenen Regionen illegal abgeholzt wurde. Und das in großem Maße. Neueste Berichte bestätigen dies.

Seit ca. einigen Jahrzehnten zerstören wir unsere Lebensgrundlage massiv für Kinkerlitzchen wie schöne Gartenmöbel oder Malerpinsel. Doch die Gegenwehr wird, Gott sei Dank, immer größer.

Vielen Menschen wird es nun nach und nach bewusst, dass die Abholzung des

Regenwaldes unsere Existenz selbst betrifft, denn mit dem Sterben des Regenwaldes stirbt ein Teil der Erde. Es liegt aber an uns allen, damit zu beginnen den Regenwald zu retten, denn jeder einzelne entscheidet mit

über die Zukunft unseres Planeten auf dem wir leben. Fragen Sie doch einmal im Baumarkt nach, wo das Holz herkommt das Sie kaufen wollen. Nun ja, eine ehrliche sachkundige Auskunft werden Sie wohl kaum erhalten.

Bodenschätze aus dem Regenwald.

Auf der Suche nach Bodenschätzen, kommen immer mehr Menschen in den Regenwald, um skrupellos ihrem Drang nach Reichtum nachzugehen. Diese Goldsucher zerstören ohne Rücksicht mit den schlimmsten Mitteln die Natur. 

Glauben Sie mir das einfach wenn ich sage, dass alle Argumente oder Ausreden nicht rechtfertigen, welcher Raubbau hier betrieben wird. Es gibt andere Möglichkeiten. Es gibt alternativ andere Hölzer, die man verwenden kann. 

Hier zerstören einige Geldgeile Machthaber unseren Planet, und die Lebensgrundlage unserer Nachwelt, weil sie den Hals nicht voll genug bekommen. Aber die sind es nicht alleine. Wir sind es selbst. Denn wir sind die Verbraucher. Und letztendlich richten sich die Mächtigen - wegen ihres durchaus verständlichen Konkurrenzdenken - nach uns. Wir haben die Säge in der Hand, wenn wir im Baumarkt erscheinen.

Wir sind die Schuldigen.