Die Welt unserer Gedanken ist wie ein mächtiger Baum: Unzählige Äste verästeln sich in der Krone zu feinsten Zweigen und Blättern. Im Alltag verfangen wir uns leicht im Detail dieses dichten Blätterdachs. Doch manchmal lohnt es sich, den Weg zurück Richtung Stamm zu gehen – dorthin, wo die Dinge ihren Ursprung haben.

Auf dieser Seite wollen wir den Blick auf das Wesentliche richten und in die Welt der Philosophie und Weisheit eintauchen.

Der Weg des Lebens.
Was ist eine Verschwörungstheorie?
Mit unseren Gedanken formen wir die Welt
  • Der Traum vom Himmel

    Wer ist der Türsteher vor dem Himmelstor?


    30.12.2019


    Wer ist der Türsteher vor dem Himmelstor? Kann der Karate? Was muss er tun, um die heutigen „Anstürme“ aufzuhalten? Na dann schauen wir mal, ob der Türsteher dicke Arme hat.


    Ein wunderschönes, von blühenden Rosen umgebenes Tor schwebt zwischen weißen Wolken, irgendwo in einem unbekannten Universum, in einer anderen Dimension. Es müssen mehr als tausend Menschen sein die sich davor drängen und sich fragen, wie schnell ihr Leben vergangen ist, und ob ihre Taten überhaupt einen Sinn hatten. Was hat man alles getan um ein paar Jahre in Saus und Braus zu leben? Aber auch jetzt, nach ihrem Sterben, sind einige noch nicht schlauer geworden. Sie stehen vor dem gigantischen Tor und warten ungeduldig auf Einlass. Sie haben alle nur weiße Gewänder an. Man kann keine Klassenunterschiede erkennen. Das gefällt einigen Gestorbenen gar nicht, und so fangen sie an, ihren Mitmenschen zu erzählen wer sie waren, was sie hatten und was sie jetzt erwarten.


    Entschlossen geht ein Mann zum Tor und klopft mit seiner Faust dreimal dagegen: "Hallo, ist da jemand?", hört man ihn rufen. "Ich bin Jack Hardman, Außenminister der Vereinigten Staaten von Amerika."


    "Ha", ruft ein anderer amüsiert dazwischen, "wir haben unseren eigenen Außenminister vorm Himmelstor."


    Von weit hinten bahnt sich ein anderer Mann den Weg zum Tor. "Lasst mich doch bitte mal durch, Ha, Ha, Ha. Ich bin Kardinal Brühman, Ha, Ha, Ha", ruft er immer wieder mit einem gezwungenen Lachen.


    "Macht doch mal Platz für seine Eminenz den Kardinal", ruft ein anderer Mann.


    "Herr Kardinal, was geschieht jetzt mit uns?", ruft eine Frau aufge-regt.


    Sofort versammelt sich eine Menschenmenge um den Kirchenmann, um ihn mit Fragen zu überhäufen, die auch er nicht beantworten kann.


    Der Kardinal stiehlt dem Minister die Show. Aber nicht nur der Minister möchte die erste Geige spielen. Auch andere versuchen sich mit großen Worten und Reden wichtig zu machen. Das Durcheinander ist gewaltig. Es ist wie im Leben; jeder möchte Häuptling sein und niemand Indianer. Es fallen aber auch viele auf die Knie nieder, und fangen ehrfurchtsvoll an zu beten. Es sind jedoch alles Menschen die glauben, dass es ein mächtiges Wesen gibt dem man imponieren muss um weiterzukommen; sie haben nie etwas anderes gelernt. Sie knien vor dem Himmelstor und imponieren um die Wette. Nur wenige beten wirklich, und von ganzem Herzen.


    Einige Menschen laufen umher und berichten von ihren guten Taten die sie zu Lebzeiten begangen haben. Sie erzählen wie viel sie schon gespendet haben, wie viel Kirchensteuer sie bezahlt haben und, dass sie im Kirchenchor gesungen haben. Sie benehmen sich so wie sie sich immer benommen haben; niemand denkt nach. Das Durcheinan-der ist schlagartig beendet, als die Tür aufgeht und ein Mann mit einem langen weißen Bart erscheint.


    "Das muss Petrus sein", ruft eine Frau begeistert.


    Doch der antwortet: "Nennt mich wie ihr wollt! Ich habe viele Na-men. Ich bin der, der geschlagen wurde. Ich bin der, der getreten wurde. Ich bin der, der getötet wurde. Ich bin der, der verehrt wurde. Ich bin der, dem viele Menschen folgten. Von mir aus nennt mich Petrus."


    Und wie im normalen Leben, so stürmt auch hier die Masse sofort vor, um Petrus „über den Haufen“ zu rennen. Sie schreien herum. Sie drohen ihm sogar und fordern sofortigen Einlass. 


    Dann folgt ein Donnerwetter das so laut ist, dass die „Gestorbenen“ vor Schreck fast wieder sterben. Alle die nach vorne stürmten, werden von Blitzen getroffen, im hohen Bogen, ans Ende der Masse geschleudert. 


    "Endlich", meint der Kardinal ziemlich kleinlaut. "Ich habe schon einige Leute ausgesucht die in den Himmel dürfen", erklärt er und geht ein paar Schritte auf Petrus zu. Der jedoch beachtet ihn gar nicht und kommt gleich zur Sache:


    "Hinter dieser Tür herrscht Friedfertigkeit. Wer den Frieden so ak-zeptiert wie er ist, und danach leben möchte, der erhebe die Hand."


    Natürlich melden sich die Gestorbenen alle mit voller Begeisterung und erwarten nun in den Himmel eingelassen zu werden.


    "Natürlich wollen wir alle in Frieden leben", meint der Außenminister, und erklärt bei dieser Gelegenheit sofort seine wichtige Stellung in der Gesellschaft.


    "Ich war Außenminister der Vereinigten Staaten von Amerika gewesen. Mein Name ist Jack Hardman“.


    "Ich bin Kardinal Brühman, und ich habe wohl das größere Recht mit diesem Mann zu reden, also überlassen sie die Verhandlungen ruhig mir", meint der Kirchenmann und wendet sich wieder an den Prophe-ten. "Hochverehrter Petrus, ich habe hier zwanzig Leute ausgesucht die sofort in den Himmel dürfen. Die anderen muss ich erst noch überprüfen", entgegnet er großspurig.


    "Was ist mit dem Afrikaner dort und was ist mit dem Mann aus Tibet?", fragt der heilige Mann ohne den Kardinal dabei anzusehen.


    "Der Mann aus Tibet ist kein Christ, und bevor ich den Neger überprüfe wollte ich eigentlich noch ein paar andere Leute empfehlen", meint der Kardinal abfällig.


    "Der Neger ist bestimmt auch kein Christ", meint eine Frau empört. Sie erwartet natürlich auch besonders bevorzugt behandelt zu werden. Schließlich hat sie der Kirche eine Menge Geld gespendet. Sie besaß eine Häuserkette und hat sich dort wie eine Königin aufgeführt. Dabei hat sie alles von ihrem Mann geerbt. Sie hat nichts von diesem Wohlstand selbst aufgebaut.


    "Ich will nicht mit einem Neger in den Himmel", ruft ein Mann, und ein anderer ruft: "Ich möchte gerne zu meinen Landsleuten wenn das möglich ist."


    "Ich bin Generaldirektor", ruft ein anderer Mann und meint weiter, "ich möchte gerne mit Leuten zusammen gebracht werden die auch meinem Intellekt und meiner Würde entsprechen."


    "Das sind doch alles Ungläubige", schreit ein anderer Mann wütend, hasserfüllt und sehr zornig. "Es gibt kein Gott außer Allah und Mohammed ist sein Prophet."


    Plötzlich springt ein Mann neben Petrus auf die Treppe zum Tor und ruft: "Hört mal alle her! Ich bin Admiral Koch, und ich sage, wir sollten uns zuerst mal aufteilen. Alle Christen bleiben hier vorne ste-hen, Katholiken in der Mitte, Protestanten nach rechts! Neger, India-ner und so weiter nach links, und andere Glaubensrichtungen nach hinten. Sie können sich ja dann in weitere Gruppen aufteilen wenn Sie wollen. Ich fürchte nur es hat wenig Sinn.


    Dann lernen drei Wichtigtuer auf etwas sanftere Weise, fliegen. Plötzlich steht Petrus wieder alleine auf der Treppe vor dem Tor. 


    "Und wo stehen die Deutschen?", ruft ein junger Mann mit einer strengen autoritären Stimme.


    Aber kaum einer nahm den Admiral wirklich ernst. Die Gestorbenen haben sich auch ohne seine Anweisungen in verschiedene Gruppen aufgeteilt. Wüste Beschimpfungen, die fast in Schlägereien enden, werden ausgeteilt. Muslime, Christen und Juden geraten böse anei-nander.


    Petrus schaut dem Treiben lächelnd zu. Dann meint er schließlich:


    "Ihr armseligen redet oft von Frieden und Freiheit, wenn es aber da-rauf ankommt danach zu handeln, macht sich der wahre Charakter bemerkbar. Dies ist nicht nur der Himmel derer die sich Christen, Muslime oder sonst was nennen. Ihr habt nichts gelernt."


    Nach diesen Worten dreht er sich um und geht in den Himmel zurück. Er nimmt nur die mit, die sich die ganze Zeit über ruhig und bedäch-tig verhalten hatten. Es ist der Farbige, und der Tibeter und einige, deren Weisheit so groß war, dass sie nicht nur für das lächerlich kurze Leben auf Erden gearbeitet haben. Er nimmt die mit, die das Beten aus eigenem Willen beherrscht haben, und die über ihr Leben nachdenken und wirklich bereuen können. Es sind nur wenige die das Himmelstor durchschreiten dürfen; die anderen stehen verdutzt davor und fühlen sich ungerecht behandelt.


    „Wieso durften diese Ungläubigen das Tor durchschreiten?“, hört man einige Gestorbenen zornig schreien.


    "Wieso durfte dieser Straßenfeger durch?" ruft ein anderer.


    "Wieso durfte diese ordinäre Person durch", schimpft eine ältere Frau. "Ich kannte sie zu Lebzeiten; sie war Sängerin, aber wie die schon aussah mit ihren schäbigen Kleidern. Ich glaube die hat doch nie Seife benutzt."


    Doch dann geschieht etwas Unerwartetes. In der Ferne taucht eine furchterregende Gestalt zwischen den Wolken auf. Sie ist von schrecklichen Wesen umgeben deren Anblick jeden erschauern lassen. Der Leibhaftige steht dort und spricht mit einer tiefen vibrierenden Stimme zu den Wartenden:


    "Ihr Menschen, ihr wollt doch schnell in den Himmel. Damit ihr den heiligen Mann an der Pforte besser versteht, soll euer Spiegelbild die Form eures Charakters annehmen."


    Er hat die Worte ausgesprochen und schon erscheint in der Nähe jedes Wartenden ein Spiegel in dem man seinen wahren Charakter er-kennen kann. Einige sehen so aus wie die schrecklichen Gestalten die um den Leibhaftigen herum schweben, aber einige nehmen auch an-genehmere Formen an. Einige der Enttäuschten wollen ihren Spiegel aus Wut zertrümmern, doch sie bekommen ihn nicht zu fassen. Wie böse Geister schweben die Spiegel vor den Wartenden und zeigen ihnen wer sie sind.


    Der Teufel verschwindet wieder und nimmt eine Gruppe armer Seelen mit. Ihre schaurige Gestalt ist jetzt auch ohne Spiegel zu erkennen. Es sind brutale Gewaltverbrecher die, in ihrem Leben nie einen Gedanken an Gefühle und Harmonie verschwendet haben. Und es sind Menschen, die ihren Glauben mit Feuer und Schwert verbreiten wollten.


    Die Wartenden laufen verstört umher und beschimpfen jetzt sogar Petrus. Einer schreit:


    "Das ist unerhört, eine Unverschämtheit, ich möchte meinen Anwalt sprechen."


    Der Kardinal steht betrübt neben einem alten Mann. Er kann nicht glauben, dass er nicht in das Reich Gottes durfte.


    Der Alte spricht leise vor sich hin, aber doch so laut, dass der Kardi-nal seine Worte hören kann:


    Die Letzten werden die Ersten sein.


    Die Ersten werden die Letzten sein.


    Die Untersten werden die Obersten sein.


    Die Obersten werden die Untersten sein.


    Der Kardinal schaut ihn böse an, sagt aber kein Wort. Als das Him-melstor ein zweites Mal geöffnet wird, darf der Alte mit 100 anderen zusammen in den Himmel. Der Kardinal und seine Gefolgschaft müssen noch immer draußen bleiben. Die Wartenden versuchen vor den Spiegeln eine positive Veränderung festzustellen. Doch die Ent-täuschung ist oft groß, und die Wut noch größer. 


    Inzwischen haben noch mehr Menschen bemerkt, dass sie anderen Rassen, anderen Völkern und anderen Glaubensrichtungen angehören. Sie betrachten ihre eigene Herkunft und Weltanschauung als Idealismus; alles was anders ist wird als minderwertig betrachtet. 


    Die Menschen haben gelebt um zu lernen, sie sind gestorben um zu lernen, und jetzt stehen sie vorm Himmelstor und haben immer noch nichts gelernt.


    Der Leibhaftige erscheint wieder in seiner grässlichen Gestalt und nimmt die Hälfte der Streithähne mit. Dann geht das Himmelstor auf und Petrus tritt erneut aus dem Reich Gottes und spricht:


    "Ihr möchtet also einen Himmel der eurer Würde und eurem Intellekt entspricht. Ihr wollt zu Euresgleichen in den Himmel. Ihr wollt nicht zu Ausländern und ihr wollt auch nicht mit anderen Rassen, anderen Völkern, andern Glaubensrichtungen und anderen Gesellschafts-schichten zusammengebracht werden. Ihr habt euch mühevoll einen hohen Rang in der Gesellschaft erkämpft und erwartet jetzt natürlich dementsprechend behandelt zu werden. Nun gut, ich habe einen Platz gefunden der euren Vorstellungen entspricht und wo ihr euch bestimmt wohl fühlen werdet. Ihr dürft nun alle durch dieses Tor schreiten."


    Das Gedränge ist groß. Und alle tun so als ob das bisher nur ein Spiel gewesen wäre. Petrus hat sie bestimmt nur testen wollen. Nun kommen sie ja doch noch in den Himmel. Sie haben auch nichts anderes erwartet; jedenfalls denkt das jeder Einzelne von sich. Man kann immer noch nicht verstehen wieso die anderen früher in den Himmel durften. 


    Sie wissen nicht, dass nur die Menschen in den Himmel durften, die ein Bild vom Paradies malen konnten. 


    Als die restlichen Gestorbenen das Tor durchschreiten, werden sie wieder geboren. Sie sind wieder an dem einzigen Ort den sie sich als Paradies vorstellen können. Sie sind auf der Erde, in einer Zeit vor dem 22. Jahrhundert.

  • Bist Du wirklich ein wertvoller Mensch?

    Wie soll man das nennen, wenn Menschen Löcher in das Schiff schlagen, das man Gesellschaft nennt; und dann den Kapitän beschimpfen, dass er den Untergang nicht verhindern kann? 

    Es gibt leider immer mehr Menschen, die zertrümmern aus lauter Wutgeilheit einen Lebensmittelladen, und regen sich dann auf, wenn Mama tags darauf keine frischen Brötchen besorgen konnte.

    Da möchte man einmal ein paar Fragen stellen: 


    Da ist ein Arzt der Dir hilft, wenn Du Krank bist, oder einen Unfall hattest.

    Da ist ein Feuerwehrmann, der dich aus dem brennenden Haus holt.

    Da ist der Heizungsmonteur, der deine Heizung sogar an Feiertagen repariert, wenn sie im kalten Winter ausfällt.

    Da ist der Lehrer, der Dein Kind unterrichtet.

    Da ist der Polizist den Du rufst, wenn dir Unrecht geschieht.

    Da ist die Verkäuferin im Geschäft, ohne die Du keine Lebensmittel besorgen kannst.

    Da sind die Sportlehrer, die in Sportvereinen Leute trainieren.

    Da sind die ehrenamtlich Tätigen, die sich einsetzen, um etwas sinnvolles zu tun.

    Da sind all die Menschen, die ein Teil der Gesellschaft sind und mithelfen, dass sie funktionieren kann.


    Man könnte so weiter machen, bis ein Buch voll ist.

    Das alles sind keine „Loser“.

    Aber was bist Du?


    Die fortgeschrittene Gesellschaft ruht auf den genialen Errungenschaften und Erfindungen weniger geistesmächtiger Menschen. Sie ruht auf denen, die täglich ihren Beitrag leisten, dass sie funktionieren kann; ob studierter Ingenieur oder Müllmann. 


    Aber dieser Fortschritt funktioniert nur dann, wenn man frei von Fanatismus, Radikalismus oder dummer Ignoranz ist. 

    Oh ja, Fanatismus, Radikalismus und Ignoranz profitieren von diesem Fortschritt. 

    Man nutzt ihn aus und bekämpft ihn. 


    Wir leben in Europa in einer Zeit, in der man wie selbstverständlich, von langem aufgebautem gesellschaftlichem und politischem Fortschritt profitiert. Sie leben in der Gesellschaft, die sie bekämpfen. 


    Das hat nichts mit politisch notwendigen Demonstrationen zu tun; das ist ein anderes Thema. 


    Fanatismus ist wie ein Computervirus. Er nistet sich in die Gehirne ein und programmiert sie um. Es gibt viele Arten von Fanatismus; nicht nur im religiösen Sinn. 

    Wir sind in vielen Dingen fanatisch. Zum Beispiel im Fußball, in der Politik, in der Mode, in Angeberei und Prahlerei, und auch oft in dem Drang nach Karriere und Macht. Es gibt nur wenig Menschen, die sich von all den Einflüssen – die uns täglich manipulieren – frei gemacht haben und frei machen konnten. Aber, dazu muss man erst einmal erkennen, dass man von programmierten Menschen programmiert wurde.


    „Denn sie wissen nicht was sie tun“. Bei vielen „Radikal denkenden Menschen“, möchte ich meinen, dass sie nicht wissen was sie sagen. Wenn einige Radikale das wirklich tun müssten, was sie an Weisheiten von sich geben, würden sie sich - entsetzt vor sich selbst - beschämt und angstvoll zurückziehen. Aber leider sinkt auch hier die Hemmschwelle rapide ab. 


    Ignoranz ist wiederum die Unfähigkeit das Leben zu bergreifen – oder begreifen zu wollen - und den Versuch zu machen darin zu bestehen. Ignoranz ist gefährlich stark, bedrohlich und schadet unserer Gesellschaft. Denn sie sind, stark, gesund, fit und bewaffnet. Hieraus kann auch Extremismus entstehen. 

    Die pure Wut auf die Gesellschaft – der sie offenbar nicht angehören und der es viel besser geht als ihnen selbst und die schon seit der Geburt bessere Chancen hatte – macht sie manchmal zu Vandalen oder Barbaren. 

     

    Und so kommt es immer wieder vor, dass Kulturen und Glaubensrichtungen aufeinander prallen. Sie bekämpfen den Staat und die Gesellschaft in der sie leben und von der sie profitieren. Und je stärker eine Gruppe wird, um so entschlossener werden die anderen Gruppen. 


    Und dazwischen stehen die „Bösen Polizisten“. Dazwischen stehen die Polizisten, die für den Schutz der Bevölkerung sorgen sollen, die wiederum kopfschüttelnd und angstvoll zuhause in ihren verrammelten Wohnungen sitzen, und sich abends nicht mehr auf die Straße trauen. 


    Keiner versteht den anderen. Das ist das Leid unserer Zeit. Sogar in der Politik weigert man sich, aus reinen Vorurteilsgründen, den „Anderen“ zu verstehen. Man darf ihn ja auch nicht – aus parteilich vorgegebenen Meinungsgründen – verstehen.


    Die Sache wäre so einfach zu regeln, wenn man die „Anders Denkenden“ in Ruhe lassen würde und toleranter wäre. 


    Im Mittelalter hat man versucht, gewaltsam aus der ganzen Welt Christen zu machen. Das war so, weil man es damals für richtig hielt. Wie weit ist unsere Toleranz, im Laufe der Zeit, fortgeschritten? 


    Ich verfolge täglich (Jahr 2012) die Meldungen gegen die Salafisten. Wollt Ihr Christen aus ihnen machen? Wollt ihr, dass sie ihre Bärte abschneiden? Wollt ihr, dass sie ausreisen? 

    Weiter gehe ich jetzt nicht.


    Und die Salafisten: Wollt ihr, dass wir alle euren Glauben annehmen? Wollt ihr, dass wir euch als „Oberste Lehrer“ anerkennen? Wollt ihr, dass wir uns alle Bärte wachsen lassen?


    VERGESST ES!!!


    Ich wollte, es gäbe eine Welt, in der man vielleicht (NOCH) nicht weise ist, aber den „Anderen“ tolerieren kann. 


    Wer die Gesellschaft bekämpft, hat auch nichts von ihr zu erwarten.